Podcast-Folge 43: Drum'n'Bass
Brigitte Bijoux – Le Fleuve Profonde (ideology.de)

Tokyo Underground – Brigitte Bijoux wagt den globalen Spagat. Während die DJane in Tokyo lebt, veröffentlicht sie ihre Musik auf einem deutschen Netlabel. Dem Publikum gefällt es.
Von Moritz „mo.“ Sauer
Die Geschichte von Brigitte Bijoux (http://www.ideology.de/archives/000011.php) ist eine dieser verschlungenen Pfade, auf denen das Leben wandeln kann. Geboren in Frankreich, zeitweise aufgewachsen in Deutschland, um schlussendlich in Japan zu landen, war der Weg steinig. Doch auch die virtuelle Existenz der Produzentin und DJane gestaltet sich bunt. Verbunden mit Köln, der Stadt Ihrer Jugend, verlor die Netaudio-Künstlerin nie den Kontakt zu alten Freunden. Der Schritt, die eigene Musik auf dem Kölner Netlabel iD.EOLOGY (http://www.ideology.de/) zu veröffentlichen, lag da nahe, obwohl sie seit Jahren im Land der aufgehenden Sonne lebt.
Kein Wunder also, dass die verschiedenen Einflüsse auch in Brigittes vielgestaltiger Musik widerhallen. Melancholische Momente wie in ihrem TripHop-Stück „Séduction Douce“ wechseln sich ab mit apokalyptisch-mangaesken Untiefen in „Désintoxication“. Aber auch sanfte und verträumte Momente wie das dschungelartige „Jardin Sonique“ hört man auf ihrer bis jetzt einzigen Netlabel-Veröffentlichung. Auf „Le Fleuve Profonde“ (http://www.ideology.de/archives/audio000035.php) durchstreifen wir mit Brigitte Bijoux kontinuierlich Musikgenres, die den starken Einfluss Japans nicht leugnen können. Ein selten abwechslungsreiches Netaudio-Release.
Anspieltipp: „Jazzhooligan“
http://www.klick-konzept.de/zuender/phlow_001-brigitte_bijoux-jazzhooligan.mp3