Podcast-Folge 35: Bigbeat
paniq – Neurons: Fire At Will (paniq.de)

Brummt gut – Leonard Ritter produziert lustvoll elektronische Musik mit Reminiszenzen an alte Computerspieletage. Gerne schiebt er seinen Musikstücken dafür druckvolle Beats unter den Allerwertesten.
Von Moritz „mo.“ Sauer
Leonard Ritter aka paniq ist ein Computerfreak durch und durch. Für seine digitale Kunst programmiert er lieber eigene Software, anstelle sich auf herkömmliche digitale Musikwerkzeuge zu verlassen. Als Freigeist legt er uns nicht nur den Quellcode seines Musikprogrammes Aldrin (http://trac.zeitherrschaft.org/aldrin/) offen auf den Tisch, sondern veröffentlicht im gleichen konsequenten Schritt auch seine Musik unter einer Creative Commons Lizenz.
Selbst seine Kompositionen sind frei: frei für jede Art von Einfluss. Trotzdem trollen seine Musikstücke nicht beliebig und ziellos durch die Gegend. Denn in sämtlichen seiner Songs spürt man eine Musiksozialisierung, die von den Melodien und Sounds alter Computerspiele stark beeinflusst wurde. Diese kombiniert paniq mit Musikstilen, die von Trance über Techno bis hin zu Bigbeat reichen – Hauptsache der Beat pumpt.
Sein bereits 2005 erschienenes Album „Neurons: Fire At Will“ bezeichnet der altgediente Scener (Scener = Mitglied der digitalen Kultur auch Scene, http://de.wikipedia.org/wiki/Demoszene) als eines seiner ambitioniertesten Projekte. Das trotz allem Ehrgeiz der Spaß im Vordergrund stand, spürt und hört man in sämtlichen Titeln des Albums. Am deutlichsten tritt der Humor jedoch im poppigen Bigbeat-Song „Elektronische Musik“ in den Vordergrund. Dort lautet der Refrain spitzbübisch: „Mit deinem BummBumm bringst Du mich noch Mal um, mit diesem Stück machst Du mich noch verrückt!“. Ein wirklich dicker Hit!
Anspieltipp: „Elektronische Musik“