Podcast-Folge 38: Electronica
Glander – Vate (One Bit Wonder)

Versuchs mal mit Gemütlichkeit – Nach Slow-Food und dem Slow-Email-Movement lauschen wir genüsslich den Slow-Motion-Musikstücken von Glander. Innere Gelassenheit winkt dann nicht mehr aus der Ferne, sondern sitzt gleich neben Dir auf der Bank.
Von Moritz „mo.“ Sauer
Elektronischer Musik, die sich vollkommen auf Synthesizer und Computer stützt, werfen Skeptiker gerne eine unterkühlte Stimmung vor. Wahrscheinlich liegt das oftmals an der unerbittlich wirkenden Bassdrum, die im Gleichtakt den Zuhörer auf den Boden nagelt. Doch es geht auch anders. Steffen Glander drosselt dafür einfach ein wenig das Tempo. Seine Bassdrum wippt gemütlich und butterweich in den Knien. Seine Melodien und sämtliche seiner vollelektronischen Klänge erhalten vom Musiker dadurch Raum für die eigene Entfaltung.
Erstaunliche Folgen hat das für das eigene Wohlbefinden. Unwillkürlich reduziert sich der Stress, passt man sich der zeitlupenartigen Geschwindigkeit an und mutiert zum Geniesser. Wie auf einem Surfbrett gleitet man über die Hallfahnen (http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhall), schwebt mit den Stereoklängen durch den Raum und bewegt sich in kribbelnder Slow-Motion. So klingt elektronische Musik mit viel Herz und Seele. Köstlich.
Anspieltipp: „Hmbrg“
http://1bit-wonder.com/026/1bit026_-_02_-_Glander_-_Hmbrg.mp3