Podcast-Folge 36: EBM Techno
Pero – Le Ghost (peromusic.com)

Faible für skurile Masken – Mit bizarren Kostümen und krassen Sounds kratzt Pero ordentlich den Putz von geschniegeltem Techno ab. Während der Mörtel bröckelt, bringt der Kanadier Rock und Schweiss zurück in den Club.
Von Moritz „mo.“ Sauer
Auf der Bühne pflegt Pero (http://www.peromusic.com/pero/) sein Faible für absurde Masken, schräge elektronische Instrumente und düstere Musik. So betrat der Performer auf dem Züricher Netlabel-Festival Ende 2006 (http://netlabelfestival.ch/) die Bühne mit einer Plastikmaske, die das verschrumpelte Gesicht eines Zwerges mit überdimensionaler Nase zierte. Mit seinen verschiedenen Arten der Verkleidung und Masken reagiert der Kanadier auf die meist bürokratisch-langweiligen Laptop-Liveacts im Techno-Bereich. Mitsamt seiner außergewöhnlichen elektronischen Musikinstrumenten reiht sich Pero lieber in die Riege unterhaltsamer Elektronik-Acts wie zum Beispiel Fischerspooner (http://www.fischerspooner.com/) ein. Aber anstelle Dagewesenes zu kopieren, durchmischt er seine Kunst mit den verschiedensten Einflüssen. Als Hybrid schwebt Pero infolgedessen alleine und losgelöst zwischen den Polen Gothic, Techno und EBM. Trotzdem wirkt der Künstler, der seine Stimme gerne mit Synthesizern bösartig verfremdet, in Aktion gut gelaunt und lange nicht so düster, wie seine Sounds implizieren. Das Leben ist eine Bühne und Pero inszeniert sich auf seine Weise und seine Musik pumpt dazu ordentlich wie schwarzes Blut durch die Venen.
Anspieltipp: „The Dutch“