Podcast-Folge 16: Electronica
Emil Klotzsch – Feinquisit (one.dot9.ca)

Emil K.: Skurril, eigenartig und ein klitzkleines bisschen abseitig.
Von Moritz „mo.“ Sauer
Emil Klotzsch (http://www.myspace.com/emilklotzsch) entpuppt sich als einer jener seltenen Grenzgänger, der versucht, die Grenzen der elektronischen Musik leicht zu verschieben. Als Lotse manövriert er seine Musikstücke mit skurrilem Geschmack in verschlungene Gefilde irgendwo zwischen surrealem Pop und abgefahrener Electronica. Großartig und eigenwillig glitzernd ragt besonders „Geteiltes Sein“ als Diamant seiner „Feinquisit“ EP (http://one.dot9.ca/2/releases.php?id=032) hervor. Zwischen den verspulten Electronica-Musikstücken „Der Kühlschrank brennt“ und „Snakes reachin the ballroom“ streckt sich die heisere Psychostimme empor. Reckt den Hals verdreht in das Licht und verbreitet abgründige Melancholie. Während die Melodien traurig über den Boden kullern, knirschen die vertrackten Beats und reiben sich borstig am Ohr. Bewundernswert eloquent spielt der Künstler hier mit Hörgewohnheiten. Ähnlich verhält es sich mit seinem instrumentalen Musikstück „Rauschen“. Bis zum Ende bleibt man gespannt, wohin einen Emil Klotzsch führt – ähnlich wie bei einem nervenaufreibenden Hörspiel. Einzigartig.
Anspieltipp
http://one.dot9.ca/2/releases/032/one028_02-emil_klotzsch_-_geteiltes_sein.mp3