Podcast-Folge 6: Electronica & Drill'n'Bass
Batfinks – the one towards the garrick from the bird EP (hippocamp.net)

Die Batfinks vergleicht man am besten mit den Gremlins: Entweder sie musizieren zuckersüß oder übergießen dich kratzbürstig mit frickeligen Beats.
Von Moritz „mo.“ Sauer
Zugegeben, die Batfinks machen es einem nicht leicht. Denn entweder verzücken sie uns mit poppigen Electronica-Melodien, die sich anschmiegsam in die Ohrmuschel legen…
…oder sie überschütten uns mit einem rauen, derben Beat-Gewitter nachdem einem schon nach einer Minute die Nackenhaare vor Schreck und Hektik stramm stehen. Genießer nennen dieses Rhythmusgeschreddere gerne Drill’n’Bass – mir persönlich ist die Dichte der hektischen Beats dann doch ein wenig zuviel des Guten.
Zum Glück gibt es dafür aber den Skip-Button. Mit dem lassen sich punktgenau die Musikstücke erwischen, die humorvoll blinzeln und zwischen den beiden Polen hin und hergondeln. In solchen Momenten strotzen die Musikstücke der Batfinks voller Humor. Und die witzigen dadaistischen Augenblicke, die immer wieder dazwischengrätschen, beleben die Musik und lassen sie unglaublich lebhaft wirken.
Denn wenn die naiven Plinker-Plonker-Sounds, wie man sie von alten Computerspielen her kennt, auf die gewieft-vertrackten Beats treffen, geht einem das Herz auf. In solchen Momenten voller Euphorie dürfen die Batfinks dann gerne neben Größen wie Mouse on Mars genannt werden. Ihre bisher beste EP ist „the one towards the garrick from the bird“. Die findet Ihr zwar nicht mehr über die Website von Hippocamp, aber auf den FTP-Servern von Scene.org. Der Evergreen der Batfinks ist jedoch der Track „Weiff Ich“, den findet Ihr auf der Peach Route EP.
Links
Netlabel-Website: http://www.hippocamp.net
Release: http://de.scene.org/pub/music/groups/hippocamp/hc042/
Anspiel-Tipp
Auszug aus http://www.archive.org/download/hc165/leeds_stfu_180306_batfinks.mp3