Phlow Magazin
Diverse - Drum'n'Bass-Label Plainaudio
Drum’n’Bass-Netlabel gehören immer noch zur Ausnahme. Mit Plainaudio präsentiert sich seit kürzerer Zeit ein neues deutsches Netlabel, dass vor allem den Breaks den Vorzug gibt, aber auch ein Herz für nach vorne drückende Techno-Tracks besitzt.
Netlabels bieten die Möglichkeit gleich mehrere Subgenres anzubieten, so auch Plainaudio, die sich nicht nur Drum’n’Bass-Tracks widmen. Doch als hungriger Drum’n’Bass-Liebhaber habe ich mich vor allem auf die D’n’B-Sounds gestürzt und war positiv von den äußerst professionellen Sounds überrascht. Da merkt man das Mastering. Denn Plainaudio haben zuvor auch schon auf Vinyl veröffentlicht. Klasse finde ich auch die eleganten Flash-Cover, die wie auch bei Epsilonlab oder Thinner die mediale Fähigkeit des Internets nutzen. Die Flash-Cover könnte man zwar auch weglassen, aber Grafiken sind nach wie vor wichtig um die komplexe Form Musik schnellstmöglichst zu transportieren. Und weil sicherlich die wenigsten von Euch die oft angebotenen Cover-Grafiken ausdrucken, ist Flash hier eine gute Alternative. Insgesamt fällt bei sämtlichen Releases auf, dass man gerne der düsteren Seite fröhnt, gleichzeitig aber zu präzisen und komplexen Breaks neigt. Das gefällt und ragt definitiv aus dem Allerlei vieler Heavy-Metal-Drum’n’Bass-Bretter hervor. Zwar gab es kein Release, dass mich in seiner Gänze vollkommen überzeugt hat, aber die folgenden Tunes haben es mir angetan. Als Reinhörtipps empfehle ich zum Beispiel Cycom mit »static electrikal (ft. dustlab)«. Klasse wie hier HipHop, Rap und Drum’n’Bass ineinandergewebt wurden. Geil. Auch klasse ist auch Buzz mit »Neo’s Dream« und ein weiterer Track von Cycom. »Mathematics« gräbt tief und böse mit Geschwindigkeit.
PS: Dickes Dankeschön an Elliptic für den Tipp.
Links
Website: www.plainaudio.com