Musikkritik
Cousteau – The Ologie EP [www.stroem.se]

Mit seiner »The Ologie«-EP zeichnet Cousteau räumliche Gebilde, in denen man steht wie in einem großen Gebäude. Überall rauscht es, scheinen sich die Gegenstände zu bewegen, und lebt man mittendrin, während ein Mensch atmet.

Cousteau kann was. Neben atmosphärischen Gebilden, die er mit Klangteppichen und sublimen, sich verändernden Klangtexturen entwirft, bastelt er auch gerne einmal ein paar sich dahinschleppende Beats fürs Untenrum. Die schleifen dann gemütlich dahin und erden die sonst luftig-sanften Ambient-Tracks.

Wer Future Sound Of London mag, der wird dieses Update lieben. Natürlich ist Cousteau keine bloße Kopie, aber auch er verwebt analoge Klänge mit synthie-generierten Sounds. Dabei leben seine Tracks und fühlen sich an wie ein Windspiel im Luftzug. Zwar entwickelt sich seine Musik linear, aber man hat nie das Gefühl, dass man den nächsten Moment schon kennt, wie bei gewöhnlicher Trackmusik.

Sehr cineastische Musik für aufmerksame Hörer, die mit viel Liebe zum Detail produziert wurde.