Tokyo Dawn: Music with Soul since 1997

Das Netlabel Tokyo Dawn zählt zu den ältesten und ehrwürdigsten Netlabels. Es entstand 1997 zuerst als musikalischer Spielplatz von Freunden und trieb seine ersten Wurzeln in den nahrhaften Boden der Scene. „Tokyo“ ist eine Referenz, die auf Metropolen und Technologie verweist, und „Dawn“ ein Verweis auf die Liebe zum Sonnenschein in jedem von uns. Die Kombination dieser zwei Elemente streben sämtliche Veröffentlichungen bei Tokyo Dawn an, und sie gelten für das Label als Sound-Signatur.

Wie die ersten Netlabels vertrieb Tokyo Dawn zu Beginn seine Musikveröffentlichungen in Form von Modules. Mit dem MP3-Format, später auch Ogg Vorbis, ging das Netlabel um Marc „Prymer“ Wallowy den konsequenten Schritt in Richtung bessere Qualität. Mittlerweile ist Tokyo Dawn erwachsen geworden, was nicht zuletzt an dem konsequenten Vorantreiben und durch die Schirmherrschaft von Marc Wallowy bewirkt wurde.

Seit längerem hat Tokyo Dawn schon den Begriff Netlabel abgeschüttelt und versteht sich als intaktes progressives Label ohne jedoch seine Wurzeln zu verleugnen. Nur sehen sich die Betreiber weniger als herrkömmliches Netlabel, da in den letzten Jahren auch Tonträgerveröffentlichungen fern der digitalen Internet-Wege angegangen wurden. Außerdem ging das Label schon desöfteren mit seinen Musikern auf Tour und arbeitet zur Zeit fleissig an der Schnittstelle Filmmusik, um seinen Künstlern neue Pforten zu öffnen.

Tokyo Dawn kann heute neben zahlreichen Nomminierungen für die beste Musik-Website auf eine großartige Anzahl von Künstlern und Musik-EPs sowie –LPs zurückblicken. In der Netlabel-Szene operiert Toyko Dawn nichtzuletzt auch deshalb unabhängig und emanzipiert, weil es derzeit noch kein vergleichbares Äquivalent gibt. Denn während sich die meisten Netlabels auf elektronische Sounds von Electronica über Experimental bis hin zu minimalistischen Club-Sounds konzentrieren, fokussierte das aus Weimar operierende Label schon immer den Blick auf qualitative Sounds aus dem Bereich Disco, R’n’B und HipHop.

Teamwork, Styles und Freaks

Wie wenig andere MP3- als auch CD/Vinyl-Labels besticht Tokyo Dawn durch Professionalität und den Willen nur auf höchstem Niveau und besten Können zu veröffentlichen. Selbstverständlich würde das Team um Marc Wallowy lieber in Vinyl gegossene Rillen mit superben Artwork verkaufen, aber der Weg der freien digitalen Distribution ist schlicht „reine Aufmerksamkeitsökonomie“, wie der Teamchef konstatiert. Denn mit kleinen Auflagen, um die 3000 Platten lässt sich nicht groß Geld verdienen, denn „auf dem heutigen Musikmarkt kann man als Indielabel froh sein, ein paar tausend Platten zu verkaufen“.

Darum konzentriert sich Tokyo Dawn auf das Netz und veröffentlicht seine Sounds über eine Flash-Site, die neben seinen Nominierungen vor allem auch Informationen über seine Künstler bietet. Wer Teil der Familie wird, bekommt seinen Platz, nicht nur im Back-Katalog, sondern wird auch betreut – vor allem mit Verbesserungsvorschlägen bezüglich seines Sounds.

Für die konsequente Weiterentwicklung der Website ist der Programmierer Fabien Schivre zuständig. Der Schwabe verwebt nicht nur kunstvoll das Grafik-Design mit zahlreichen Funktionen, sondern programmiert auch die High-End-Plugins, die bei Tokyo Dawn-Produktionen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus ist Fabien Schivre auch für das Mastering sämtlicher Releases zuständig. Künstler, die auf Tokyo Dawn veröffentlicht werden, werden nicht nur, wie bei vielen anderen Netlabels in den Back-Katalog eingereiht, sondern, bekommen für einen exzellenten Sound, die Mastering-Plugins von Fabien Schivre frei zur Verfügung gestellt.

Listen Up! These sounds are expensive, but free!

Kurze Beschreibung der TDR-Compilation für die Sceen-DVD.