TypoBerlin 2005: Inspiration tanken!
Seit zwei Jahren pilgere ich jeden Mai in die Hauptstadt. Grund ist die Typografen- und Design-Konferenz Typo Berlin. Beide Male wurde ich von Grafikern, Layoutern und Schriftenentwerfern inspiriert, superb unterhalten und habe einiges Wissen mit auf den Heimweg genommen. Dieses Jahr ist es wieder so weit und ich freue mich wieder darauf interessanten Menschen zuhören zu dürfen.
Text: mo.
Ich liebe Bücher. Vor allem schwarze Schrift auf weissem Grund hat es mir angetan. Manchmal habe ich in meiner Studentenzeit Briefe hauptsächlich deswegen geschrieben, um eine New Courier-Schrift auf edles Papier drucken zu dürfen. Und gerade heute komme ich aus Köln und unter meinem Arm habe ich eine Bildersammlung zahlreicher Platten-Cover des legendären Blue Note Jazz-Labels. Auch dort beherrscht eigenwillig gesetzte Typographie neben wunderschönen Fotografien das Layout. Schrift ist für mich nicht nur Wissen, sondern großartige Kunst, die voller Ästhetik steckt.
Auf zur TypoBerlin
Und das sind nur ein paar Gründe, warum mich die TypoBerlin jedes Jahr von neuem mit einem Rausch ein Eindrücken zurücklässt. Dabei kann ich mich für Vorträge der Amerikaner Jonathan Hoefler und Tobias Frere-Jones, die minutiös die penible Entwicklung einer Schrift für eine Finanzzeitschrift erklären genauso begeistern, wie für die Freaks von House Industries (Phlow-Artikel) mit ihren Headline-Schriften. Großartig und ehrwürdig war auch das Interview mit dem Futuristen Syd Mead (Phlow Artikel), dass ich 2003 führen durfte.
Am meisten jedoch freue ich mich jedes Mal auf die humoristischen und spritzigen Vorträge des Berlin-Italieners Leonardi Alessi. Der bringt das Herz nicht nur zum lachen, sondern überzeugt trotz seiner ulkigen Beiträge mit Sachwissen und Engagement.
Auch wenn die Eintrittspreise erst einmal schocken, gibt es an drei Tagen ein wunderbar abgeschmecktes Programm (siehe Website), eine Konferenz in einer der schönsten Orte Berlins, nämlich der schwangeren Auster, leckeres Essen direkt in der Sonne an der Spree und am Ende eine wohlverdiente Abschlussparty mit elektronischen Sounds.
Wer sich nun angesprochen fühlt, sollte seinen Auftraggeber beknien (die Fortbildungsveranstaltung ist absetzbar ;), seine Fakultät oder seinen Design-Arbeitsplatz verlassen und vom 19. bis 21. Mai nach Berlin kommen. Vielleicht trinken wir ja einen Latte Machiato gemeinsam an der Spree.
Ach so, und das Motto „Change“ verspricht ja auch einiges…
Wann, Wie, Wieviel und Wo?
TypoBerlin 2005
19.5. bis 21.5.2005 in Berlin
Alle weiteren Informationen: www.typoberlin.de