Teil 2
Suchmaschinen-Optimierung: Onsite

Google ist ein wohlwollender König wenn seine Wünsche erfüllt werden. Seine Untertanen haben im Idealfall auch was davon. Doch viele Vasallen schmeicheln sich nur ein und geben lediglich vor dem Willen von Google zu gehorchen. Suchmaschinen-Optimierung für den König oder für die Untertanen? Wir werden sehen wie sowohl dem einfachen Volk als auch König Google gleichzeitig gedient werden kann.

Teil 1: Suchmaschinen-Optimierung

Suchmaschinen-Optimierung geschieht nicht nur für die Suchmaschine. Im ersten Teil meines Ausflugs in die Suchmaschinen-Optimierung haben wir gesehen, daß recht schnell ein Zwiespalt ensteht. Als SEO tendiert der Webentwickler automatisch dazu die Wünsche von Google als beinahe einziges Hauptkriterium einer erfolgreichen Optimierung anzusehen.

Doch nicht der Googlebot allein entscheidet über den Erfolg. Es ist nach wie vor der User der klicken und im Bestfall bestellen soll. Daher ist es notwendig eine Webseite nicht nur für Google zu optimieren sondern ebenfalls den User nicht zu verschrecken. Usability und Suchmaschinen-Optimierung sind keinesfalls zwangsläufig Gegensätze!

Onsite-Optimierung - Auf der Stelle!

Beginnen wir also mit der sogenannten Onsite-Optimierung: Onsite steht direkt übersetzt für „auf der Stelle“ allerdings nicht im zeitlichen Sinne. Site bedeutet entgegen dem landläufigen Fehler nicht „Seite“ im Deutschen, sondern wie in „construction site“ (Baustelle) einen Ort.

Onsite-Optimierung bezeichnet die tatsächliche Veränderung der Website sowie der Programmierung allgemein um eine Website Suchmaschinen-konform zu gestalten.

Dazu gehört eine Vielzahl von Taktiken die im folgenden nicht unbedingt chronologisch oder de r Wichtigkeit entsprechend dargestellt werden. Eher werde ich den Weg beim Erstellen eine Website nachvollziehen.

Dazu möchte ich nicht nur das Beispiel aus Teil 1, Suchmaschinen-Optimierung bzw. Suchmaschinenoptimierung als Ziele und gleichzeitig Keywords verwenden.

Dieses Vorhaben schien zunächst ein zu großes für eine einzige Artikel-Serie. SEO-Spezialisten feilen Monate- und jahrelang daran unter diesen Begriffen oben zu stehen. Mein erster Artikel schaffte es zuerst iwie erwartet mmerhin unter die ersten 100 bei Suchausdrücken wie Suchmaschinen-Optimierung oder „Suchmaschinen-Optimierung Google“. Doch dann stieg er zeitweise in die ersten 20 auf in diesem umkämpftesten Bereich, sowohl als Suchmaschinen-Optimierung als auch zusammengeschrieben Suchmaschinenoptimierung. Als zwei getrennte Wörter „Suchmaschinen Optimierung“ schaffte Teil 1 sogar den Sprung in die ersten 10.

Ich werde mich dennoch ergänzend dem von mir gerade im Prozeß der Optimierung stehenden Webauftritt eines Freundes widmen, der vor Allem Spezialist für J2EE ist.

J2EE ist eine Java-Entwicklungsplattform. Es ist für uns jedoch nicht unbedingt nötig zu wissen was J2EE ist. Es geht dabei darum, daß J2EE ein weniger „umkämpfter Begriff“ ist, wie es im SEO-Jargon heißt. Es sollte also theoretisch mit weniger Aufwand und unter weniger optimalen Voraussetzungen möglich sein ihn zu pushen. Außer J2EE, für den zwar weniger optimiert wird aber bei dem sich SUN und andere Konzerne tummeln die die Java-Technologie und dazugehörige Produkte vermarkten, nehmen wir weitere Begriffskombinationen. Diese beziehen sich auf mit J2EE im Zusammenhang stehende spezifischere Produkte und Anwendungen, namentlich CoreMedia, ATG Dynamo und BEA Weblogic.

Title-Tag - Ein Titel adelt

Viele Suchmaschinen-Optimierer neigen bereits im Titel der HTML-Seite einen unübersichtlichen Wust von relevanten Keywords unterzubringen. Der title-Tag im HTML-Head ist für Google zur Bewertung der Webseite eines der wichtigsten Faktoren und keinesfalls zu unterschätzen. Es empfiehlt sich durchaus einige Stunden Überlegungen anzustellen was im Titel der Hauptseite alias Homepage und der weiteren HTML-Seiten stehen soll.

Dazu gibt es allerdings kein Patentrezept. Die SEO-Profis sind sich da uneinig. Einige Richtlinien für den Titel konnte ich allerdings herausfiltern und an einigen Beispielen auch deren erfolgreiche Anwendung prüfen können.

Diese Methoden sollten jedoch der eigenen Strategie angepaßt werden.

Viele Suchmaschinen-Optimierer richten sich an den Empfehlungen des W3C, des Gremiums das den HTML-Standard erarbeitet hat. Diese sagt beim title-Tag vor Allem aus, daß ein Titel idealerweise 64 Zeichen lang sein soll. Google stellt 66 Zeichen dar, Yahoo aber schon deutlich mehr. Dies zu bedenken ist nicht verkehrt, auch im Hinblick auf den Besucher der in der Auflistung die Titel überfliegt und eher einen ellenlangen Satz übersieht.

Aus SEO-Sicht und meinen Erfahrungen entsprechend sind 3 Varianten besonders zu empfehlen.

  1. Ein ganz kurzer Titel der sich auf das Haupt-Keyword beschränkt. Also eben ganz banal „Suchmaschinen-Optimierung“ oder im aktuellen Beispiel, „J2EE“, „CoreMedia“ oder der kombinierte Suchausdruck „ATG Dynamo“.

  2. Eine Abwandlung des Begriffs als Quasi-Wiederholung, etwa einmal singular, einmal plural, zwei Schreibweisen oder unterschiedlich konjugierte/deklinierte Begriffe. Diese Methode benutzt nicht einer sondern die derzeit drei am höchsten gelisteten Suchmaschinen-Optimierer-Dienste: Suchmaschinen-Optimierung / Suchmaschinenoptimierung.

  3. Begriff und dessen aufgespaltene Wiederholung im kurzen Satz, in unserem Fall dementsprechend, „Suchmaschinen-Optimierung, die Kunst der Optimierung für Suchmaschinen“. Das ist zu empfehlen bei zusammengesetzten Suchausdrücken die aus zwei Worten bestehen.

Es scheint, daß momentan die zweite Variante die erfolgreichste ist und die erste zuletzt abgewertet wurde. Beim Stichwort „mp3“ scheint sie aber nach wie vor zu funktionieren.

Diese Empfehlungen sind nicht als ausschließlich zu betrachten, sondern in passenden Kombinationen und auf mehrerer Seiten sinnvoll verteilt einzusetzen.

Beachten Sie, für Alle Titel gilt, je weiter vorn der Suchausdruck steht desto höher die Wertigkeit, also „Suchmaschinen-Optimierung vom Profi“ statt der „Profi für Suchmaschinen-Optimierung“ schreiben.

URL – Ortsbezeichnung, Straßenname, Hausnummer und Namensschild

Wie bereits im ersten Teil erwähnt, ist die URL, also die in die Browser-Zeile einzugebende Adresse einer Website zu durchdenken. Soll der wichtigste Suchausdruck zum Domain-Namen werden? Das ist eine Frage die Sie sich stellen sollten. Sollen die Suchausdrücke in der URL vorkommen?, ist auf jeden Fall mit Ja zu beantworten.

Besonders Dateinamen sollten nach Keywords benannt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, daß es nicht zu übertriebener Häufung kommt. Ein Adresse wie keyword1.de/keyword1/keyword1.html kann von Google sogar als Spam identifiziert werden und zum Ausschluß aus dem Index, dem sogenannten Verbrennen führen. Allerdings ist keyword1.de/keyword2/keyword3.html durchaus legitim und sogar zu empfehlen.

Für die Wiederholung gilt es analog wie beim Titel vorzugehen, zwei Abwandlungen sind OK, bringen aber meines Erachtens nicht soviel an Relevanz wie im Titel.

Besonders empfehlenswert und bewährt sind etwa folgende Varianten:

Domain, Unterverzeichnis, Dateiname

www.haupt-suchausdruck.de/suchausdruck-allgemein/keyword-spezifisch.html

www.markenname.de/suchausdruck-allgemein/keyword-spezifisch.html

oder wie in meinem Fall:

j2ee-consultant.de/coremedia.php

Für Internet-Adressen aka Suchmaschinen-freundliche URLs gelten einige Merkregeln:

- Als Trenner am Besten den Bindestrich (Minus) verwenden, Unterstriche verbinden im Gegensatz dazu, was meist nicht beabsichtigt wird. Mehr dazu weiter unten bei „Trenner“.

- Idealerweise nicht mehr als 3 Unterverzeichnisse

- Session-ID unbedingt entfernen, das ist auch wichtig für die sogenannte Offsite-Optimierung, die Teil 3 behandeln wird.

- Je statischer desto besser, Parameter-Angaben mit Fragezeichen oder „&“ verschlechtern die Chancen

Da wären wir also wieder beim Thema Benutzerfreundlichkeit, denn seien wir ehrlich, welcher User mag eine Adresse wie diese?: http://www.domain.de/cont/view.php?p=234&sid=8869386daf550794d03da25d23d032ca

Benutzer und Suchmaschinen sind also auch hierbei gleichermaßen glücklich.

Eine Suchmaschinen-freundliche URL ist von sich aus am ehesten bei reinen HTML-Seiten oder anderen statischen Inhalten hinzubekommen. Aber auch nachträglich und für dynamisch erzeugte Inhalte und Seiten mit kryptischen oder nichtssagenden Nummern als Dateinamen wurde Abhilfe geschaffen. Das Rewrite-Modul von dem marktführenden Webserver Apache erlaubt unter Verwendung von sogenannten Regulären Ausdrücken die Nummer in eine für Menschen und Suchmaschinen lesbare Form zu verwandeln.

Grundsätzlich gilt aber, je statischer die Inhalte desto besser. So ist es nicht nur die URL nützlich die Inhalte in statische Dateien zu packen, selbst wenn sie aus der Datenbank kommen.

Ein weiteres Argument für statische Seiten, mod_rewrite, wie die Umleitung über Apache auch genannt wird, birgt auch einige Sicherheitsrisiken, wird demnach auch nicht auf allen Servern angeboten. Ebenfalls die Ausweich-Methode mod_mime ist nicht ganz ungefährlich.

Die besseren Hosting-Pakete beinhalten einen Zugriff auf die .htaccess, so heißt die Datei in der Rewrite-Regeln festgelegt werden. Ob das Rewrite-Modul aktiviert oder aktivierbar ist, sollten am Besten Sie bei Ihrem Webhoster erfragen.

Inhalt macht nicht nur Google zufrieden

Content heißt auf englisch „Inhalt“, content mit Betonung auf der zweiten Silbe bedeutet hingegen „zufrieden“. Im Falle von Google ist das eine sehr hilfreiche Eselsbrücke. Je mehr oder besserer Inhalt desto zufriedener ist Google und andere Suchmaschinen. Aber eben nicht nur! Denn was wünscht sich der Besucher einer Website mehr als eine wertvolle inhaltsreiche Ressource vorzufinden? Darin ist auch der Erfolg von Google begründet. Dessen Programmierer verstanden es als erste und seitdem immer noch oft besser als Andere die Eigenschaften einer solchen Ressource technisch zu erkennen, auszuwerten und den Suchenden in der richtigen Reihenfolge aka Ranking darzustellen.

Die Aufgabe vom Suchmaschinen-Optimierer ist also dementsprechend auch die eines Online-Redakteurs oder Content-Managers.

Wie im ersten Teil der Serie Suchmaschinen-Optimierung also beschrieben gilt es dem User und den Suchmaschinen soviel wie möglich so gut wie möglich aufgearbeiteten textlichen Inhalt zu bieten. Beschreiben Sie also möglichst konkret und ausführlich was Sie tun, auf ihrer Seite zeigen, bieten oder eben das, beschreiben.

Beachten Sie, Google bewertet die Textmenge. Richtgröße sind 200 Wörter, weniger ist zu wenig, viel mehr sollte begründet sein, zudem aufgegliedert um die Überschaubarkeit und Lesbarkeit zu gewährleisten. Dabei ist nämlich zu bedenken, der User liest nicht gerne lange, unübersichtliche Texte am Bildschirm.

Eine Selbstdarstellung sollte nicht vor Phrasen strotzen („flexibel, innovativ und kundenfreundlich“) sondern unter besonderer Berücksichtigung der Suchausdrücke und der beim Fachgebiet relevanten Substantive geschrieben sein. Ganz wichtig sind dabei die Eigennamen und Bezeichnungen von etwaigen Gegenständen, Produkten oder Tätigkeiten.

Die wichtigsten Themen des Fachgebietes sollten auf jeden Fall einen eigenen Text erhalten, dieser darf auch gern etwas ausführlicher und verzweigter sein. Im Idealfall decken sich die Haupt-Keywords mit diesen Themen.

Geben Sie ihrer Webseite auch eine lokale Dimension. Wo bieten sie etwas an? Oft genug wird nach lokalen Anbietern gesucht.

Sehen und gesehen werden

Auch Bilder dürfen nicht vernachlässigt werden. Spätestens seit es die Bilder-Suche von Google und anderen Anbietern gibt, sollten nicht nur alt-Attribute bei img-Tags sondern vor Allem Benennungen der Bilder und zunehmend auch title-Attribute nachvollziehbar sein.

Auch hier wird bereits der doppelte Vorteil für den Benutzer und für die Suchmaschine sehr deutlich, die alt-Angabe wird angezeigt falls ein Bild, aus welchen Gründen auch immer, nicht angezeigt werden kann. Das passiert oftmals etwa beim Laden von großen Bilddateien per Modem-Verbindung. Der Benutzer sieht zuerst eine ganze Weile die alt-Texte bevor er das Bild erblickt.

Die title-Angaben werden beim Überfahren eines Elements mit der Maus angezeigt, dem sogenannten Mouseover oder Rollover, können und sollten also nützliche Zusatzinformationen enthalten.

Der Name eines Bildes ist das Hauptkriterium für dessen Auffindbarkeit. Benennen Sie ihre Grafiken und Bilder also sinnvoll, am besten kurz, bündig und mit dem was darauf zu sehen ist als Bezeichnung.

Bebildern Sie also ihre textlichen Darstellungen, das freut das Auge, der User bleibt nachgewiesenermaßen zuerst am grafischen Hauptmotiv (nicht nur) einer Webseite hängen.

Text allein bietet außerdem nie eine solche Übersicht wie Grafiken. Google bewertet überdies nach den auf der Seite in Bildern gefundenen Stichwörtern. Die Website wird also nicht nur besser über die Bilder-Suche gefunden sondern ebenfalls bei der normalen Suche besser abschneiden.

Also nicht, 274.jpg oder ich.jpg sondern keyword.jpg oder doppel-suchausdruck.jpg mit Bindestrich. Der Bindestrich ist dabei das beste Mittel zur Verknüpfung von zwei Stichworten denn:

Trenner - Es wird getrennt was nicht zusammengehört

Beim Optimieren stellt sich immer wieder die Frage wie die Stichworte untereinander zu trennen (oder verbinden) sind. Besonders wichtig ist das beim Titel und bei der URL, aber auch bei allen anderen Vorkommnissen der zusammengesetzten Suchausdrücke zu beachten.

Grundsätzlich gilt, bei einem solchen Suchausdruck sollte sowohl die Reihenfolge der Worte wie auch deren Nähe erhalten bleiben um höchstmögliche Bewertung zu bewirken.

Ist der Suchausdruck also „ATG Dynamo“, sollte der Abstand zwischen den beiden Worten nach wie vor nur ein Zeichen betragen. Das heißt „Dynamo ist die neue Lösung von ATG“ würde weniger bringen als „ATG Dynamo, die neue Lösung…“. Google bewertet den Abstand zwischen den einzelnen Teilen eines zusammengesetzten Suchausdrucks.

Dabei gibt in diesem Fall einen kleinen Konflikt zwischen der idealen Lösung aus der Sicht der Suchmaschinen-Optimierung und im Gegensatz dazu der Benutzerfreundlichkeit.

Bei Google erzielt „Suchmaschinenoptimierung SEO Suchmaschineneintrag“ einen höhere Relevanz als etwa Suchmaschinenoptimierung / SEO / Suchmaschineneintrag oder Suchmaschinenoptimierung, SEO, Suchmaschineneintrag.

Das Fehlen jeglicher Satzzeichen erschwert dem Lesenden aber das Zurechtfinden. Ist es nun eine Aufzählung, ein ganzer Satz oder ein langer Begriff? „Suchmaschinenoptimierung SEO Suchmaschineneintrag“ büßt also den geringen Vorteil wieder ein, den es durch die kleineren Abstände zwischen den Worten hat (nur ein Zeichen statt zwei oder drei). Ich persönlich meide solche Seiten auch weil dort die Vermutung von Spam näher liegt. Auf die Techniken des Suchmaschinen-Spammings werde ich im weiteren Verlauf der Serie noch näher eingehen.

Zu Kommas als Trennern ist auch zu bedenken: Google bewertet Aufzählungen geringer als ganze Sätze. Es ist also ein goldener Mittelweg zu finden zwischen Lesbarkeit und Google-Anforderungen.

Ganz wichtig ist auch die Wirkung der Punktuation.

Lediglich Komma („,“), Schrägstrich („/“) oder Bindestrich („-“) gelten als sichere Trennzeichen, selbst das manchmal als Trenner zwischen Parametern in der URL verwendete Plus („+“) ist abträglich.

Unbedingt beachten sollte Sie das in der URL. „ATG-Dynamo.html“ ist nicht gleichwertig mit „ATG_Dynamo.html“. Der Unterstrich verbindet, das Minus trennt. Google liest ein mit Bindestrich verbundenes Wort als Einheit: „ ATGDynamo“. Das ist schwer nachzuvollziehen auf den ersten Blick weil in den Ergebnissen von Google oftmals auch Teile eines mit Unterstrichen „getrennten“ Wortes betont (gehighligted) werden. Empirische Zählverfahren von einigen SEOs weisen aber nach: Der Unterstrich verschmilzt zwei Worte zu einem. In den meisten Fällen ist das aber kontraproduktiv.

Dies ist leider auch bei Phlow selber bislang nicht ideal gelöst, einem ansonsten recht solide für Suchmaschinen ausgestatteten Internet-Auftritt.

Beachten Sie ebenfalls, Zahlen trennen ebensowenig. „Music4you“ kann also von Google nicht richtig aufgespalten werden.

Textauszeichnung – Voll fett!

Google belohnt Lesbarkeit! Auch hier freut sich der User. Wer will schon einen unüberschaubaren Textwust lesen (vor Allem online), ohne Absätze und Hervorhebungen?

Wieder geht die Suchmaschinen-Optimierung Hand in Hand mit der Usability.

Eine ganz klassische Seitenstruktur mit H1 bis H6-Tags wird bevorzugt. Ein Abstract, Zwischentitel, weitere Hervorhebungen wie Fett, kursiv oder UPPERCASE (Großschreibung) fließen mit in die Bewertung ein. Allerdings sollte nicht übertrieben werden. Mehr als 3 fettgedruckte Begriffe, am besten die Hauptsuchausdrücke, verwirren den Leser und machen die Betonung für Google wieder weniger wert.

In den H1 bis H6-Titeln sollte allerdings auch nicht nicht einfach ein Keyword oder Suchausdruck auffällig wiederholt werden. Auf den H1-Titel sollte aber besonderes Augenmerk gerichtet werden. Ähnlich wie beim Title-Tag gilt auch hier, je kürzer und je weiter am Anfang der Suchausdruck desto höher die Wertigkeit.

Schauen sie sich am besten eine seriöse Tageszeitung an, idealerweise die Printversion, und lernen sie mehrere Titel wie die Profis zu vergeben.

Vergessen Sie dabei nicht die Absätze, sie erleichtern das einfügen von griffigen Zwischentiteln für den Googlebot und gleichzeitig erleichtern sie enorm das Lesen. Auch Listen, Aufzählungen und ähnliche Mittel können dazu beitragen.

Keyword-Dichte / Keyword-Density – Nicht ganz dicht?

Viel wird über die sogenannte Keyword-Dichte (auf englisch Keyword-Density) spekuliert. Es gibt auch Tools die diese überprüfen. Es scheint allerdings nur festzustehen, daß die Keywords oft also dicht in einem Text vorkommen müssen. Wie oft, darüber gibt es etliche Meinungen. Sie bewegen sich zwischen 3 und 20 Prozent.

In Anbetracht der Tatsache, daß diese für den User ab einem bestimmten Punkt eher störend ist, würde ich der Dichte nicht zu viel Wert beimessen. Richten Sie sich am Besten am subjektiven Gefühl. Stellen sie sich die Frage bei jeder Wiederholung: Trägt diese zum Verständnis oder zur Verwirrung bei? Das ist bei zu repetitiven Auftreten ein gravierendes Problem und birgt potentiell die Gefahr Ihren Besucher zu vergrätzen?

Die Grenze ist eine unmerkliche aber scharfe.

Denn, zwar ist ein Bandwurmsatz mit etlichen Füllworten wie „sie“, „diese“, „der“ unverständlicher als einer in dem das Keyword taktisch klug wiederholt wird, zu große Häufigkeit macht den Satz aber schlimmstenfalls ganz unklar.

Auch kurze Sätze mit einer Wiederholung am Anfang können sowohl zum besseren Verständnis als auch zum höheren Ranking führen.

Zum Vergleich:

a) Suchmaschinen-Optimierung bringt einen hohen Nutzen für Ihre Besucher, denn sie bringt auch Vorteile bei der Leserlichkeit falls sie richtig ausgeführt wurde und einige der dabei typischen Fehler vermieden wurden.

b) Suchmaschinen-Optimierung bringt einen hohen Nutzen für Ihre Besucher, als Suchmaschinen-Optimierung die gleichzeitig Vorteile bei der Leserlichkeit bringt, falls die Suchmaschinen-Optimierung richtig ausgeführt wurde wobei die typischen Fehler der Suchmaschinen-Optimierung vermieden wurden.

c) Suchmaschinen-Optimierung bringt einen hohen Nutzen für Ihre Besucher. Suchmaschinen-Optimierung bringt auch Vorteile bei der Leserlichkeit sofern sie richtig ausgeführt wurde. Vermeiden Sie einige der typischen Fehler der Suchmaschinen-Optimierung.

Ich denke für die meisten dürfte Beispiel c) am Verständlichsten sein.

Am Beispiel c) wird überdies noch eine Grundregel der Rhetorik deutlich. Das Verb ist die stärkste Wortart. Sie beinhaltet die meiste Bedeutung in einem Satz, vermittelt Aktivität und erlaubt erst das Verständnis. Hier widerspricht die Suchmaschinen-Optimierung der Tendenz zur Verständlichkeit. Sie werden in den seltensten Fällen über Verben allein gefunden werden.

Kombinieren Sie also Substantive (für Suchmaschinen) und Verben (für Besucher) gekonnt um Verständnis und Auffindbarkeit gleichermaßen zu sichern.

Quelltext

Der Quelltext also das Aussehen des tatsächlichen HTML-Gerüsts ihrer Website darf bei der Suchmaschinen-Optimierung selbstverständlich nicht außen vor bleiben.

Es gelten vor Allem zwei einfache Regeln.

- Je einfacher desto besser

- Je weniger Quelltext (HTML) im Verhältnis zur Textmenge (Inhalt) desto besser

Auch hier kommt der seriöse Suchmaschinen-Optimierer der Usability entgegen. Denn, in den meisten Fällen lohnt es sich oder ist es die beste Strategie eine reine Textversion mit so wenig Markup also HTML wie unbedingt nötig anzubieten. Wohlgemerkt, diese reinen Text-Seiten müssen nicht nur ein Trick für Google sein, wie das beim Spamming meist der Fall ist. Nein, im Gegenteil, die Textversion soll ebenfalls dem Benutzer zugute kommen.

Das kann besonders gut auf zweierlei Arten geschehen: Erstellen Sie eine Druckversion! Diese kann gleichzeitig für Google optimiert sein. Bei beiden Vorgängen, dem Drucken und dem Auffinden, ist nämlich der ganze ganze Schnick-Schnack einer konkreten Webseite, aber ebenfalls etwa das Menu unnötig.

Ein gutes Beispiel dafür liefert die deutschsprachige Suchmaschine Fireball. Sie bereitet ihre Suchergebnisse für Google noch einmal als Textversion auf. Auch die URL ist bereits optimiert.

Die zweite Art zeigt Phlow selber. Die PDA-Version kommt einer optimierten fast gleich.

Es gibt aber auch einen anderen Weg, ähnlich wie bei Bildern überall title-Attribute und ähnliche Zusatzinformationen hinzufügen. CSS-Styles nach Stichworten benennen. Das kann aber auch Richtunng Benutzerfreundlichkeit gehen nämlich bis zur Barrierefreiheit.

Metatags- Ups, ganz vergessen

Nein, ganz vergessen habe ich die Meta-Angaben nicht. Doch, es wäre gar nicht so schlimm…

Die Suchmaschinen der ersten Generation wie Webcrawler, Infoseek oder AltaVista, die ersten beiden sind schon lange von uns gegangen, legten Wert auf diese. Natürlich kamen selbst die die letzten HTML-Anfänger schnell auf die Idee „Sex“ reinzuschreiben um besser gefunden zu werden.

Google startete vor Allem auch deswegen seinen Siegeszug. Er ließ sich nicht so leicht täuschen, beachtete die Meta-Tags gar nicht. Sie können sie weglassen. Wenn sie aber sicher gehen wollen sowie ältere und obskurere Suchmaschinen ebenfalls bedienen wollen, dann konzentrieren sie sich vor Allem auf die Meta Description. Diese wird noch von einigen Suchmaschinen bei den Ergebnissen angezeigt. Manche Suchmaschinen vergleichen angeblich auch die Meta-Angaben mit den tatsächlich vorhandenen Texten. Je höher die Übereinstimmung desto höher die Bewertung. Kopieren sie einfach das Abstract in die Description.

Was noch für die Indizierung relevant sein könnte ist Meta-title und Meta-keywords. Den Titel empfehle ich einfach zu wiederholen also den aus dem Title-Tag zu verwenden.

Die Meta-Keywords sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Sie können bei Mißbrauch mehr Schaden als Nutzen einbringen. Häufung von Stichworten kann zum abwerten oder verbrennen führen.

Suchmaschinen-Optimierung – Unendliche Geschichte

Dieser Artikel könnte noch ewig weiter gehen, natürlich sind nicht alle Themen abgedeckt und alle Details erwähnt. Wie ich selbst überrascht feststellen mußte ist Suchmaschinen-Optimierung gegenwärtig bereits eine Wissenschaft für sich. Mit Teil 2 aus der Serie haben Sie aber bereits das Rüstzeug eine gute Position bei Google und andere Suchmaschinen zu erreichen. Darüberhinaus wissen Sie wie das zu bewerkstelligen ist um parallel eine Verbesserung für den User zu ermöglichen.

Allerdings fehlt noch etwas ganz Entscheidendes – Offsite-Optimierung. Dieser widmen wir uns in Teil 3 der Suchmaschinen-Optimierung. Eine Seite muss verlinkt werden um gespidert also gefunden zu werden. Doch Link ist nicht gleich Link und nicht nur der bereits mythische Google Pagerank-Algorithmus will ergründet werden um das zu verstehen.

Wenn es genug Applaus gibt, kann ich mich vielleicht auch zu Teil 4 und 5 hinreißen. Teil 4 würde die schmutzigen und andere Tricks aufzeigen, es ist nicht alles Spam und nicht alles verboten. Diese Praktiken sind aber auf eigene Gefahr zu nutzen und oftmals hochgradig unseriös.

Last but not least, da ich jetzt eher unbegründeterweise bei „Suchmaschinen-Optimierung Flash“ momentan auf Platz 3 stehe, würde ich in Teil 5 gerne darauf zurückkommen wie für Flash optimieren funktionert.