Diverse - DJ Kicks Daddy G (!K7)

Auf der neuen DJ Kicks bekleckert sich das Band-Mitglied Daddy G von Massive Attack nicht gerade mit Ruhm und einer außergewöhnlichen Auswahl an raren Tunes, sondern featured vor allem sich selbst und seine Homies. It’s a POP-thang.

Text: mo.

Sollte sich die neue DJ Kicks gut verkaufen, dann hagelt es jede Menge Kohle. Nicht nur durch den Verkauf der Compilation, sondern vor allem auch in Form von Royalties und der GEMA. Denn neben jeder Menge Remixe, die Massive selbst angefertigt haben, befinden sich neben Tricky-Songs auch solche von Massive Attack - nur eben in einem »besonderen« Remix. Da klingelt die Kasse und es wird dem Journalisten als die »Roots von Massive« schmackhaft gemacht.

Trotzdem ist der Mix gut gelungen, hört sich fein in einem Rutsch an und verströmt gute Laune und nicht den von Massive Attack gewohnten düster-melancholischen Flavour. Vor allem Dub-Klassiker wie »Non Non Non« von Melaaz und »Armagideon Time« von Willie Williams hat Daddy G elegant aneinandergereiht. Außerdem mit dabei der alte Track »Inspection/ Check One« von Leftfield oder »Unfinished Sympathy« im Paul Oakenfold Perfecto Mix - das Original ist da definitiv besser.

So nickt der Kopf zu dicken Beats mit Bass und wippt das Bein zu poppigen Dub-Akkorden. Definitiv was für die schnieke Boutique, das Hipster-Café oder die Lounge bevor der DJ verspätet auftaucht. Doch diejenigen, die regelmäßig im Reggae-Kosmos in Dub-Schwaden baden, werden definitiv keine Überraschungen und raren Sounds entdecken. Und hey, ich kenne mich in Jamaika-Land nicht wirklich aus und kannte trotzdem sämtliche Tunes. Egal. Wer also zwischendurch einmal ein wenig sonnige Offbeats tanken möchte, ist gut beraten. Schwing Deinen Cocktail…