Language Lab - Reunion EP
Während unser Netlabel Catalogue ziemlich üppig gedeiht, finden immer mehr attraktive Releases ihren Weg auf die Festplatte. Bunt leuchtet auch der feine Backkatalog von Language Lab. Vor allem die smarten Downbeat-Grooves der Reunion EP entpuppen sich als wahre Kopfnicker.
Glücklicherweise wird der elektronische Netzdschungel immer dichter, bekommt mehr Soundfarben und die Netlabels produzieren nicht nur IDM, Ambient und experimentelles Knusper-Zeugs. Language Lab bedient hier zum Beispiel ordentlich die Breakbeat-Fraktion mit sattem Bass von Downbeat über NuBreaks bis hin zu Drum&Bass.
Und wow, dann entdeckt man die Reunion EP haut einen glatt um. Genau der fluffige Sound, mit lockeren HipHop-Beats, easy-chilligen Melodien und ordentlich Groove, wie man es liebt. Mitwippen garantiert, vor allem bei Willbe, der mit »Tribal City« einen furiosen Track par excellence abliefert. Neben kitschig klimpernden Piano-Sounds, schaffen es vor allem die abwechslungsreichen Beats, den Hörer zu fesseln. Schön sind vor allem die Übergänge von asiatischen Seiteninstrumenten hin zu Gitarrenmelodien. Wirklich groß!
Furi Anga setzt dahingegen volle Kraft auf leicht böse Basskanone, mit seinem »Reality Check«. Der Drum&Bass-Track entscheidet sich zum Glück nicht für die absolute Darkness, rockt aber schon deftich nachdem er stimmungsvoll die Zuhörer einschwört. Das gleicht aber Opia mit »Slo Mo The Moth« aus, und holt uns herunter auf seinen plüschig-putzigen Teppich. Mit hippiesker Atmosphäre, wie wir sie von Air kennen, lockern wir dann unsere Glieder und strecken uns aus.
Einzig Pacelift ist mir ein wenig zu krachig. Dafür trashen mir die Bigbeat-Loops zu sehr in den Höhen auch wenn der Rest korrekt produziert klingt. Geschmackssache… (mo)