Musikkritik
Andrea Parker – The Dark Ages EP [Quatermass/ EFA]
Wenn ich rohe, d.h. blanke fette 808 Elektro-Rhythmen höre, in welcher die Snare kühl und glasklar im Hallraum liegt, muss ich unweigerlich immer an Roboter denken. Vielleicht liegt das daran, dass ich als Kind unendlich fasziniert von Breakern war, die sich mittels abgehackter und zuckender Bewegungen ihren Weg bahnten. In diesen Bewegungen scheint der Mensch vollkommen absorbiert von den abstrakten und kalkulierten Rhythmus-Mustern der Kult-Drummachine.
Mit Andrea Parker gewittern diese Erinnerungen wieder durch mein Hirn. Vor allem in Form des Tracks »Swamp«, der maschinell und unbarmherziger gar nicht sein könnte. Die düstere und industrielle Vision der britischen DJ-Frau wirkt zuerst trocken, gewinnt jedoch durch die vielschichtige Anordnung von eisigen Klangschollen und knirschenden Sounds definitiv an Tiefe. So reiben sich die Geräusche am Ohr und lassen mich erstarren. Fünf unbarmherzige Elektrotracks, die wie das CPU-Herz eines Großrechners pulsieren.