Musikkritik
Rae & Christian – Sleepwalking [Grand Central/ Pias]

Während das erste Album »Northern Sulphoric Soul« ein Jahr Produktion beanspruchte, werkelten Mark Rae und Steve Christian am Nachfolger etwas mehr als einen Monat. Dafür vereint es jedoch eine breite Spannbreite von HipHop über Downbeats bis hin zu gefühlvollem Soul.
So bouncen und sprudeln The Pharcyde gut gelaunt auf zwei smooth unter die Lyrics geschobenen Instrumentals von Rae und Christian. Dazwischen perlt rau und bluesig gefühlvoll Bobby Womack und bringt selbst Steine zum Weinen. Seine traurige Geschichte um eine Frau, der er wegen karitativer Zwecke seine Nummer gab, und die ihn daraufhin verfolgt, entpuppt sich schlicht und einfach als Höhepunkt des Albums.
Später jedoch schlingern die anderen Songs leider eher vor sich hin. Nichts ist wirklich schlecht, wirkt aber allzu beliebig. So rappeln die Drums doch manches mal ein wenig arg trocken vor sich hin, treiben Samples wie auf großer See und der Blick verliert sich in der Ferne. Schade.