Musikkritik
Hausmeister – Unser [Karaoke Kalk/ Groove Attack]

Sowie Lucky Luke mit den Daltons im Gepäck durch die Einöde Nevadas reitet, ist auch der Lonely Cowboy Christian Przgodda unterwegs. Neben seiner melodiösen Schrammelgitarre hat er auch wieder seine Freunde die lustig fiepsenden, verzerrten, warm klingenden Synthies mit im Gepäck. Die schönen Klangkleinode mit den verspielt amüsanten Songtiteln erzählen melancholische Geschichten aus dem Großstadtdschungel. Da trabt der gefühlvolle Komponist gemütlich und gut gelaunt mit »muner« von einem Lagerfeuer zum anderen. Berichtet uns in »wanter« wohl von einsamen Abenden und lässt jamaikanische Impressionen in »jeaning« an sich und uns vorüberziehen.
Wo sein Vorgängeralbum elektronischer Klang, vertreibt er uns diesmal die Tristesse vielmals mittels seiner sanft geschrammelten Gitarre und zaubert ungezwungen Melodien um diese. So zückt er seinen Colt gegen all diejenigen, die Hektik verkünden, vertreibt all diejenigen die sich nicht wohlig im Wohnzimmer verkriechen wollen. Wem der kurze 36-minütige Ausflug zu kurz ist, drückt einfach auf Repeat.