Musikkritik
De-Phazz – Death By Chocolate [Universal Jazz]

Wenn Pit Baumgärtner an seiner auditiven Hausbar mixt, dann werden daraus in der Regel Cocktails. Diese schillern häufig in den buntesten Farben und atmen internationalen Flair. Mal ein wenig loungig mit französischem Gesang abgeschmeckt, mal mit einem deftigem Schuss jamaikanischem Rum in Form von Kingston »Rude Boy« Skarramucci. Da darf natürlich auch etwas südamerikanischer Flavour nicht fehlen, und so wird die Vielfalt wie schon beim Vorgänger »Godsdog« wieder durch eine feine Portion NuJazz bereichert.

Der süße, hier und da auch leichtfüßig kitschige Sound von De-Phazz bezwingt beswingt mit einer außerordentlichen Verschachtelung von Beats, Drumrolls, Samples und live Eingespieltem. Die Kunst des Produzenten macht sich vor allem dadurch bemerkbar, dass die Songs voller Nuancen stecken und oft nicht herauszuhören ist, was alt oder neu ist. So beinhaltet die Mixtur wieder eine erlesene Auswahl an Gastmusikern ob nun die gefühlvolle Posaune von Otto Engelhardt oder die leicht sarkastische Stimme von Pat Appleton oder…

Also Ohren auf für diese frische Brise aus der Lounge, die endlich den Frühling ankündigt.