Web 2.0 und so...
Offline-Ferien mit Musik

Die Entwicklungen im Netz sind so rasant, dass man sich manchmal fast das Genick bricht. Zu lange in die Lampe mit Tasten glotzen ist nicht gut. Darum laden wir uns jetzt gemeinsam freie Musik aus dem Internet von drei wunderbaren Netlabels herunter, knippsen anschließend den Bildschirm aus und lehnen uns gemütlich zurück und hören mal wieder Musik.

Entspannung. Gemütlichkeit. Seele baumeln lassen. In unserer Zeit entpuppt sich der Schlendrian eigentlich immer mehr als eine Tugend. Eine Tugend, die uns in der Hektik forciert durch Mobilität, Gleichschaltung, Echtzeit, Kommunikation und dem Ganzen elektronischen Gedöns schützen würde…

…wenn wir nur einfach mal abschalten könnten oder wollen würden, um zum Beispiel endlich mal wieder nur Musik zu hören. Und damit ihr keine Ausrede habt, gibt es jetzt drei schlichte Musiktipps auf die Ohren. Die Musik selbst findet ihr auf drei wunderbaren Netlabels, die uns freien und legal herunterladbaren MP3s anbietet. Los geht’s!

One Bit Wonder. Liebhabern elektronischer Musik kann ich das durchmischte Netlabel One Bit Wonder nur ans Herz legen. Anstelle konsequent ein Musikgenre zu beackern, bis es uns aus den Ohren quillt, vertreiben Benne und Mirsch lieber Musik verschiedener Stile. Glücklicherweise besitzen die Beiden bei Ihrer Musikauswahl jedoch ein glückliches Händchen mit ein wenig Sinn für Pop. Besonders gut klingen die gemütliche „Firefox“-EP von Frank Molder und die EP „Vate“ von Glander. Wer es ein wenig housiger und luftiger mag, probiert einfach mal den maritimen Cocktail „Exile on Mainstreet 52“ von Guru FX.

Aerotone. Die wunderbaren Folk-Song-orientierten Alben von Aerotone gehören derzeit zu meinen Favoriten. Schließlich verdreht mir das süß-gestaltete Netlabel unter anderem auch mit bezaubernden Grafiken den Kopf. Die Website selbst animiert zum Klicken, Gucken, Runterladen. Und was dann auf der eigenen Festplatte landet bezaubert einen dann mit melancholischen Songs mit Herz. Mein Anspieltipp: This Mess Is Mine.

Ansiform. In unserem kleinen Dreierpaket steht das schräge Ansiform-Netlabel als Außenseiter da. Kein Wunder, denn hier finden wir eher experimentelle Klänge in Form von lupenreinem Ambient. Aufgedreht oder leise entwickeln die flächigen Musikstücke einen exotischen Trip. LSD, THC oder MDMA benötigen wir dazu in keinster weise. Nur ein wenig Aufmerksamkeit, Fantasie und Freude an etwas anderen Klängen. Definitiv etwas für Musikliebhaber jenseits des Mainstreams. Am besten Ihr abonniert Euch dazu den Podcast. Der schaufelt Euch per iTunes & Co. die Tracks auf den Rechner.