Web 2.0 und so...
Das digitale Schaufenster für Musiker!

Das Internet ist das größte globale Schaufenster! Um neue Angebote, Produkte und Ideen in die Auslage zu legen, reichen oft ein paar Klicks. Kosten spielen in der Regel keine Rolle, weil die Vervielfältigung digitaler Güter schlicht fast nichts kostet. Zahlreiche Musiker nutzen die virtuelle Vitrine für sich, bauen Netzwerke und vermarkten sich clever über Verknüpfungen.

Die Möglichkeiten und Services für Musiker im Netz gestalten sich immer unübersichtlicher. Kein Wunder, jeder will etwas vom Kuchen, jeder scheint eine gute Idee zu haben und schließlich warten da eine Menge Musiker und Künstler auf ihre Chance. Groß im Trend sind dabei natürlich nach wie vor Musik-Communities wie Virb.com, Last.fm oder MySpace.

Dabei zeichnet sich jedoch langsam ein Trend ab. Während MySpace der hässliche Discounter unter den Communities ist, wandern die so genannten „early adopters“ in besser designte und mit einem adequateren Funktionsumfang ausgestattete Communities wie zum Beispiel Virb.

Zwar nutzen diese Musik-Portale den Künstlern beim Aufbau von (globalen) Freundes- und Partnernetzwerken, die Vermarktung und einen gezielten Gewinn werfen die Communities derzeit noch nicht ab. Interessant gestaltet sich die Vernetzung erst dann, wenn Online-Shop-Systeme mit Communities verknüpft werden. Wenn also das gesunde Fan-Netzwerk für den Absatz von MP3s und Merchandise genutzt wird.

Der Koopa-Coup

Besonders interessant gestaltet sich hierbei die Community Last.fm. Kürzlich an den US-Medienriesen CBS verkauft, bietet Last.fm Musikern ein hilfreiches Werkzeug bei der Vermarktung. Musiker, die bei Last.fm ihr Tunes hochladen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Fans die Musik der Bands und Künstler über das Radio-Portal bei einem Anbieter wie Amazon kaufen. Sollte demnächst dann noch eine dicke Kooperation mit dem Download-Shop-Sytem 7digital.com entstehen, so können auch Musiker ohne Label ihre EPs, Songs und Alben in Eigenregie verkaufen.

So stürmte zum Beispiel die Punk-Pop-Band Koopa in einer Do-It-Yourself-Aktion die UK Charts erfolgreich. Nicht auf herkömmlichem Wege per CD- oder Vinyl-Tonträger-Verkauf, sondern ausschließlich über die Anzahl der verkauften Downloads ihres eigenen MP3-Shops. Da in England Musik-Charts nicht nur aus dem CD- und Vinyl-Verkauf berechnet werden, sondern auch Musik-Downloads in die Statistik einfließen, gelang Koopa der Coup. Gezahlt hat die Band dafür gar nichts – nur Zeit investiert. Zeit für den Aufbau einer soliden Fan-Base, die über MySpace & Co. einfach in den kostenlosen Download-Shop von 7digital unter www.indiestore.com/koopa/ geleitet wurde. Und selbst den mussten die drei Bandmitglieder nicht bezahlen. Denn eine kostenpflichtige Registrierung fordert Indiestore.com erst ab dem fünften angebotenen MP3-Download. Und mehr als 4 MP3s standen bei Koopa nicht in der virtuellen Vitrine.

Kleine Presseschau: