Web 2.0 und so...
Podcasting: Internet-Buschfunk ahoi!
Podcasts finden kontinuierlich und regen Zuspruch. Jeder darf mitmachen. Die Möglichkeiten wachsen und einige schaffen es sogar ins Radio.
Text: Moritz „mo.“ Sauer
Das zeitversetzte Radiohören (http://de.wikipedia.org/wiki/Podcasting) für Laien oder Amateure mit Anspruch umarmen sämtliche Medien und loben die exzellenten Möglichkeiten. Kein Wunder die technischen Möglichkeiten für preiswertes Funken via Web samt Technik sind erschwinglich wie nie zuvor. Richtig fetzig schiesst man dabei aus der Hüfte mit einem USB-Mikrofon wie dem Rode Podcaster (http://www.rodepodcaster.com/). Das schiebt man fix in den USB-Hub, wirft seine freie Audio-Software (http://audacity.sourceforge.net/) an und los geht’s. Faszinierend am australischen Qualitätsmikro ist nicht nur die exzellente Aufnahmequalität, sondern das dahinter steckende Prinzip: Schließlich ist das Rode Podcaster eine vollwertige Soundkarte. Nach dem Auspacken entdeckt man nämlich verwundert einen eigenen Klinkenanschluss für Kopfhörer. Und huch!, das Mikrofon wird selbstständig ohne zu installierende Software vom Betriebssystem erkannt. Einfacher geht es wirklich nicht.
Damit der eigene liebevoll gehegte Podcast nicht einsam auf privatem Webspace als Internetleiche einen qualvollen Tod stirbt, sollte man ihn promoten. Dafür gibt es zahlreiche Stellen im Web allen voran podcast.de (http://www.podcast.de/) und podster.de (http://www.podster.de/). Spannender gestaltet sich aber das Einreichen des eigenen Podcasts über Blogspiel.de (http://www.blogspiel.de/). Die Website gehört zu einer Radiosendung im Deutschland Radio und kürt jede Woche einen Podcast. Der wird nicht nur gesendet, sondern ordentlich wie ein normaler Radiobeitrag vergütet und bezahlt. Wer über den Äther schallt, bestimmt die Blogspiel-Benutzer-Gemeinde sowie die Redaktion.
Wer selbst keinen Podcast produzieren will, sondern lieber Musik konsumiert – insbesondere elektronische Musik – der abonniert am besten einen Netzmusik-Podcast. Richtig gute Selektionen und eine variable Bandbreite an Netzmusik-Podcast-Sounds bieten die Schweizer von starfrosch.ch (http://starfrosch.ch/). Dort findet man ein ausgetüfteltes Uhrwerk an kontinuierlich gefütterten Musik-Podcasts. Legal, versteht sich. Ach und wer es lieber moderiert mag, der kann ja mal zu den Kollegen des Zuenders hüpfen. Dort moderiert der Autor dieser Zeilen einen eigenen Netzmusik-Podcast (http://zuender.zeit.de/netzmusik/). Man hört sich! (mo.)