Monolake – polygon_cities
Geht es um Sounddesign und außergewöhnliche elektronische Musik, so gehört Monolake zu den intergalaktischen Spacecruisern. Befehligt wird es von Chef-Ingenieur Robert Henke, der an den Knöpfen und Reglern dreht sowie eigene Routinen und Parameter in die Matrix hackt. Der Soundtüftler hat dabei über die vergangenen Alben ein unverkennbar eigenes Sounddesign entworfen, dass man oft an titschenden, leicht metallisch klingenden Klangsplittern erkennt. Widmeten sich die ersten Alben urbanen und natürlichen Sounds, die Henke durch Prozessoren jagte, um aufregende Ambient-Tracks zu zaubern, transformierten sich seine Tracks von »Cinemascope« über »Momentum« immer mehr hin zu tanzbarer Clubmusik. Jetzt durchstreift man mit Henkes Raumgleiter die »Polygon Cities« und hier bewegen sich die Menschen. Auch wenn die Klangbauten vertraut klingen, ist wieder alles neu und anders. Dabei ist das Album jedoch kein Hit-Album. Tracks, die den Tanzflur in ekstatische Zuckungen versetzen, sind nicht Monolake-Style. Eher dreht es sich um ein tiefes Eintauchen in futuristische Sounds, in Klangerleben basierend auf ausgetüftelten Beats, die sich aber nie in verfrickelten Beatspielereien verlieren. Spannend eigen und mit definitiv cineastischem Charakter.