Bus – feelin' dank

Während das erste Bus-Album mit MC Soom-T sonnig durchflutet mit jeder Menge Off-Beat und jamaikanischen Dub-Bässen und -Melodien daherspaziert, schunkelt der Nachfolger scheinbar technoider. Erste Style-Punkte bekommt das neue Album aber erst einmal für seinen Titel. Punkt.

Noch mehr Credits verdient dann der Versuch HipHop auf eine neue Art zu designen. Früher hätten sie das dann wohl Artificial HipHop oder so getauft. Denn Bus nutzen keine Samples und üblichen Drumloops, um ihre MC-Frontfrau zu unterstützen, sondern stecken und frickeln die Beats lieber aus eigenen Sounds zusammen. MC Soom-T flowt dabei über für HipHop eher unübliche Klänge. Die Frau ist dabei in ihren Worten und ihrer Stimme so eigen, wie die Tracks auf die sie sich gelassen setzt. Auch wenn einige Instrumentals der LP ein wenig trocken daherkommen, so solltet ihr Euch definitiv mal in „The Answer“, „Me Who Me“ und „Rose Specs“ reinhören. Letzteres verzückt zum Beispiel, indem es in der zweiten Hälfte einfach das Tempo ein wenig hochdreht und gepaart mit den Handclaps zu einer elektronischen Jazz-Disco-Nummer mutiert. Insgesamt ist „feelin‹ dank“ eines dieser Alben mit dem man erst einmal zu Anfang ein wenig warm werden muss. Dann erfreut man sich aber immer mehr.