Frank Martiniq – Little fluffy crowds

Keep it Minml. »Der Meister des Shuffle-Michael-Jackson-Disco-Boogie-Jazz-Noise-Techno meldet sich zurück«. Soso. Schmunzel. Da muss man doch einfach mal ein wenig mitgrinsen bei einer so gewagten Name-Droppin‹-Science im Waschzettel.

Aber was hat Herr Martiniq denn so unter der Haube? Experimentiert wird auf seinem mittlerweile vierten Longplayer für Boxer mit trockenen und sehr puren Sounds. Quietschig und sehr digital klingt das. Delay und Hall werden ähnlich wie bei Kollege Falko Brocksieper von Substatic sehr verhalten eingesetzt. DubTechno klingt da im Vergleich wabbernd und undefiniert. Richtig rockt das Ganze nicht, auch wenn die Bässe so richtig tief unter die Oberfläche gelegt wurden. Das Album klingt eher verhalten intellektuell und wie von einem Wissenschaftler fein seziert und unter dem Mikroskop zusammengesetzt. Mir fehlt da oft die freilebige Euphorie von Techno auch wenn Tracks wie »schmuren&uck« schön sägen. Zwar blitzt immer wieder Synthie-Funk zwischen den Sequenzen, wie bei dem exzellenten Elektro-Stomper »daddy-longlegs«. Insgesamt hätte ich mir aber ein wenig mehr Hit-ness gewünscht und MDMA-geschwängerte Freudigkeit.