KAOS – Hello Stranger
Die 80ies Einflüsse sind immer noch sehr präsent in der derzeitigen Club-Kultur. Ob im Madrider Club Mondo wo jede Nunance einer möglichen Vokuhila-Frisur austariert wird oder Berlin, wo Plattendreher KAOS seine House-Tracks mit 80er-Flavour versieht. Aber bei dem Ex-Mitglied von Terranova passt das wie angegossen, während es anderswo oft sehr bemüht und stylish wirkt. Von Gestelztheit merkt man bei dem Plattendreher nichts, sondern freut sich über einen integrativen Sound, der nicht blöde Clichés droppt, sondern sie einfach umsetzt und genau das richtige Händchen hat: für klasse Song-Tracks. Sicherlich liegt das auch an den Einflüssen von geladenen und kooperationsbereiten Musikern, die sich gerne gemeinsam mit ihm im Studio eingeschlossen haben. Erlend Oye und Khan, sind das zum Beispiel oder auch Nicole von Electrocute und Matt B. Sager von The Rapture. Doch dass das Album homogen und abwechslungsreich geworden ist und zwischen dreckig-ranziger Funk-Gitarre wie auf »Now And Forever« oder warm pulsierendem Bass samt 80iers-Synthies wie auf »Feel Like I Feel« liegt am Produzenten selbst. Der scheint vom alten Prince inspiriert und von Disco geleitet worden zu sein. Gut absorbiert und erneuert :)