Mark One feat. Virus Syndicate – One Way

»Grime, Grime some dark lovin‹.« Düster ist es auf der britischen Insel. Folgt man dem dunklen, rauen und industriellem Sound von Mark One aus Manchester in den Keller, dann spürt man Wut. Vielleicht auch Desillusion. »Anger Management« heisst ein Track, der in alten Zeiten als reingehaltiger Industrial durchgegangen werden. Die Snare zerschlägt und zerhackt den Körper in Teile, der Beat schleift und hat sich frech die Shuffle-Rhythmen von 2-Step & Co an Land gezogen.

Grime ist wie Drum&Bass eine Geschichte des Basses. Wuchtig drückt der Macht und Zorn aus. Hier herrscht eine Endzeitstimmung die endgültiger als in Blade Runner scheint. Melodie, Schönheit sucht man vergebens. Zwischendurch blitzen auch Gangsterattitüden, wird immer und immer wieder im Track »Bang Bang Boy« die Knarre durchgeladen. Ghetto-Insel England? Ibizza-Feier-Mentalität könnte nicht weiter entfernt sein. Was zurück bleibt ist metallische Dissonanz, Entrücktheit und ein zerdrückter Körper vom Monsterbass. Keine Hits, aber ein deftiges Statement.