Sly and Robbie – Version Born

Sehr fluffiges Album, das hier. Sly und Robbie schunkeln sich Hüfte-schwingend durch ein Reggae-fiziertes Universum zwischen Pop und elektronischen Beats. Dabei werfen die alten Dub-Meister immer wieder gerne ihre Gitarrenlicks in Echo-Schleifen und fröhnen offenen Räumen. Geladen sind abwechlungsreiche Gäste von Killah Priest über N’Dea Davenport bis hin zum rauh-smooth dahinfließenden Black Thought. Die dürfen ihre Fähigkeiten über mal hiphoppige Instrumentals, mal Reggae-Rhythmik-orientierte Beats fließen lassen. »Version Born« bietet nicht neue Einblicke in die Dub-Technik, lässt den Horizonte nicht in unerwarteten Farben leuchten und zückt auch nicht den ultimativen Sommerhit aus der Tasche…

…doch das Album ist ungemein homogen. Ohne Faux-Pas, mit elegantem Pop-Appeal ohne Song-Kitsch und mit einem audiophil-gepflegten Produktionsmix werden Songs und Tracks sanft ineinander gemischt. Feintuning ohne nerdige Verfransungen waren scheinbar das oberste Ziel und so dreht man sich in einem variablen Soundkosmos, der gutgelaunte Vibes versprüht. Schön für Cafés, Lounges und fürs Sesselpupsen zuhause. Ihr habt Euch eine Pause verdient.