Takkyu Ishino – Titles
Oops. Hier scheint jemand entweder auf E kleben geblieben zu sein oder trauert alten Techno-Zeiten hinterher. Acid haben das früher die Kids in den Bunkern genannt. Rave hieß es damals und war so richtig revolutionär. »Entschuldigung ich bin zu spät.« tönt es uns da bei Takkyu Ishino im Intro entgegen und wird wie damals trillionenhaft zum Beat wiederholt. Ja, stimmt, Acid war mal und muss in dieser Trockenheit echt nicht wieder aufgekocht werden. So Sprachsamples waren damals auch eher trashig denn lustig, aber neu. Erinnert sich einer noch an »Dildo« oder »Who is Elvis« von Ramon Zenker & Co? Müssen wir uns das wieder geben? Nö, oder?
Na gut, in einigen Tracks zeigt er auch andere Seiten mit so ein wenig paranoiden Verfolgungswahn-Sequenzen. Ein wenig Stompin‹ Quality hat das schon. Richtig harmonisch will das natürlich auch erst gar nicht sein. Der einzige Track der richtig korrekt ist, ist »XTHC«. Da ist dieser Rhythmuswechsel schon sehr geil, aber sonst…
Also, kauft lieber den Magix Music Maker und bastelt Euch ein Album mit quietschigen Acidlines selbst. Nur weil hier jemand aus dem Land der aufgehenden Sonne kommt, wird er noch lange nicht vergoldet. Die Platte sicherlich auch nicht.