Sieg über die Sonne – +1
Mit butterweichem Sound und reduzierten Arrangements versuchen Pink Elln und Dandy Jack über die TechHouse-Schneise im Herrschaftsgebiet des Pops zu landen. Nur leider haben die Sensoren scheinbar die Signale falsch interpretiert und die Landeparameter stimmten so überhaupt nicht. Denn die Bruchlandung legen die Jetzt-Berliner noch hinter dem Zaun des Flugplatzes hin. Also noch bevor es so richtig Pop wird.
Eigentlich schade. Ähnliches hat ja schon Achim Szepanski von Force Inc., Gott hab sie selig, mit seiner Digital Disco-Reihe versucht. Woran lag es auch dieses Mal? Nehmen wir mal »Gone«. Da sprichsingt so eine Stimme immer wieder »Gone, Gone«, die Beat-Arrangements bestehen aus einer Bassdrum, Offbeat-Hihat und einem Clap. Drumherum hört man Sounds, die wir einfach schon seit Trancezeiten kennen. Nett, harmonisch, pluckernd und das war’s. Vor allem mit den (Preset-)Sounds hätten sich die Jungs ein wenig mehr Mühe geben können. Zwischendurch gibt es manchmal ein paar strahlendere Songs, die mit ein wenig mehr Mut mehr als nett hätten sein können - z.B. »Cleaning Windows«. Insgesamt ein relativ müdes Album. Die von der Jury würden wahrscheinlich konstatieren: »Ziemlich flat und im einzelnen zu wenig Timbre…«