Xploding Plastix – Amateur Girlfriends

Auf »Amateur Girlfriends« begegnet sich norwegischer Jazz und eine Drill’n’Bass-infizierte Beat-Programmierung eines Squarepushers. Das kribbelt dann ordentlich im Nervensystem, macht einen hektisch und richtig fließen will das nicht. Hier steckt sicherlich viel Fleiß und Energie in den arrangierten Beat-Schnippseln. Aber Jazz ist das nicht. Jazz ist frei und lebt, während die Beats hier intellektuell und minutiös gesetzt und in der Sequenz festgeschweisst wurden. Zwar verströmt das Debut einen melancholisch-düsteren Charme, aber so richtig packen wollen die cineastischen Tracks einen nicht. Irgendwie daddeln da gezupfte Bässe unter den Tracks, schweben Streicher dahin, bleibt nur so ein wenig Gefühl zurück, aber nicht der Wunsch »bitte noch einmal«. OK, das ganze ist gut produziert, hat seine Spannungsbögen, aber es bannt einfach nicht meine Aufmerksamkeit. Skip.