Tanzbar
Kabuki – Signal To Noise

Kabuki bedient sich für »Signal To Noise« aus seinem reichhaltigen Portofolio, zückt die Basskanone samt detroitigen Pads & Chords und knattert mit rotzigen Beats daher. Der virtuose Beat-Baumeister variiert dabei das Tempo zwischen flockigem NuJazz und seinem Fachgebiet Drum&Bass. Sogar ein epischer und leicht düsterer HipHop-Track hat es auf das Album geschafft, der an der Schnittstelle anknüpft, die Kabuki gemeinsam mit Lars Vegas als Karma beackert hat. Wo bei diesem Track jede Menge Samples zum Einsatz kommen, glänzen und flirren die anderen Stücke in digitaler Kühle, die manches Mal wenig zu sehr überhand nimmt. Zwischendurch spürt man auch immer wieder leichte Reminiszenzen, die von seiner Tätigkeit als Soundingineur für Playstation-Spiele herrühren. Insgesamt hätte Kabuki also durchaus noch ein wenig mehr Schmutz zwischen die Sounds reiben können. Nichtsdestotrotz funktionieren sämtliche Tracks hervorragend und rocken mal als Instrumentals oder mit süßen Vocals wie im bekannten »Spend The Night«, im äußerst gelungenen Remix-Gewand. Ach und der Ausflug in Dubgefilde mit »After The Fire« ist auch richtig gelungen. Insgesamt ein sehr reifes und abwechslungsreiches Abenteuer durch sämtliche Breakbeat-Gefilde.