Tanzbar
Pepe Deluxe – Beatitude
»BEATitude« ist wie ein Karussell auf der Kirmes. Während du auf einem weißen Schimmel sitzend auf- und abreitest, dröhnen dir die Standbesitzer die Ohren mal mit lärmigen Orgeln aus schlechten Boxen voll, brettern Rock-Riffs auf Dich zu oder verklebt dir Zuckerwatte Mund und Ohren. Ähnlich wie bei den Beasties herrscht hier eine Fuck-Off-Attitude, die alles zulässt und mit Funk und Leben füllt. Polternd brettern da bigbeat’lerisch schmutzige Breakbeats auf dich zu wie eine Feuerwalze, um dich im nächsten Song in ein kitschiges Nirvana mit Schrammelgitarre und Gesang zu katapultieren. Diese Liebessongs oder was immer sie darstellen, besitzen dabei so viel cineastischen Breitwand-Charme, dass man ihnen gerne diesen Irrsinn abkauft.
Gar nicht verwundert stellt man dann fest, dass für diesen brodelnden Hexenkessel mit Nordlicht-Einstrahlung mal wieder Finnen verantwortlich sind.
Das Produzenten-Duo mit halbjährlichem Mangel an Sonnenlicht, hat wohl in der Vergangenheit während dieser 24-Stunden-Nächte sämtliche Musikgenres durchpflügt. Konsequent und ignorant haben sie die Beiden deswegen dann auch erst gar nicht festgeschraubt, sondern mixen und schleudern genüsslich Rock, Breakbeats, Melancholie, Schrill- und Eigenwilligkeit zusammen. Und es funktioniert…