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Lemon Jelly – Lost Horizons

Lemon Jelly könnten eigentlich Musik für Peter Lustig oder andere Kinderserien machen. Bei ihnen marschieren lustig flockige Downbeats durch Tracks voller Warmherzigkeit. Mit bunten Pianotupfern, melodieverliebten Gitarrenklängen und niedlichen Synthie-Sounds rufen sie Kindheitserinnerungen wach. Die organischen Tracks versprühen auf »Lost Horizons« gemütliches Flair. Gewitzt setzen uns Fred Deakin und Nick Franglen den ein oder anderen Ohrwurm in die Hörmuschel. Ohne Bossa-Nova oder Jazz kommen diese Downbeat-Hoppler daher und wirken in ihrer Gelassenheit einfach selbstständig. Vielleicht liegt das daran, dass die beiden Briten mehr Pop und Beatles auf der Insel in ihrer Kindheit konsumiert haben als Wiener Bengels; Oder womöglich einfach die 18 Monate Produktionszeit sinnvoll für ein eigenständiges Album genutzt haben. Auf jeden Fall tunken sie den Herbst noch einmal in kräftige Farben und schenken uns ein rundes Album, dessen Liebe zum Detail sich auch im Cover-Artwork widerspiegelt. Dieses besteht nämlich aus einem dreiteiligen Pappkarton, der mit Bildern aus der extra für das Album generierten Jelly-World bedruckt wurde. Ausgeklappt macht sich das wunderbar im heimischen Regal wobei die CD wohl vorerst nicht aus dem CD-Spieler will.