Buchkritik
»Content Management mit TYPO3« von Andreas Stöckl

Das Redaktionssystem Typo3 von Kasper Skårhø gehört zur Upper-Class der freien Redaktionssysteme. Vor allem Agenturen bauen weltweit auf das Open-Source-CMS und nutzen es für große Enterprise-Lösungen ihrer Kunden. Dabei zeichnet sich Typo3 durch seine Erweiterbarkeit aus, da leicht zusätzliche Extensions eingefügt werden können. Typo3 basiert auf PHP und benötigt eine MySQL-Datenbank. Zur Bedienung wird lediglich ein Browser benötigt. Außerdem empfiehlt sich ein Server, der das Modul ImageMagick und die GD-Bibliothek unterstützt, da Typo3 Bilder (selbst für die Navigation) intern bearbeiten kann.
Zwar wurde Typo3 bis jetzt hervorragend in englischer Sprache dokumentiert, doch nun liegt endlich auch das erste Buch in deutscher Sprache vor, das sich mit dem relativ schwierigen, komplexen Redaktionssystem beschäftigt. Andreas Stöckl hat sich zur Aufgabe gemacht, dem Leser nicht nur einen Einblick zu geben, sondern ihm auch die Arbeitsweise und das Formen des Systems an die Hand zu geben. Anhand der Website seiner Agentur dokumentiert er den Aufbau eines möglichen Projektes.
Natürlich beginnt der Autor mit der Installation. Dabei leitet er den Leser ein wenig in die Irre. Wird für die späteren Workshops das Dummy-Package benötigt, so erklärt er die Installation anhand des Quickstart-Packages. Später jedoch weist Andreas Stöckl daraufhin, dass er für den kompletten Neuaufbau einer Seite das Dummy-Package empfiehlt. Anschließend folgen in logischer Reihenfolge die Kapitel, die die Logik und Funktionsweise von Typo3 erklären und mit zahlreichen Screenshots bebildert werden.
Typo3 ist mächtig und komplex. Das Buch gibt einen guten Einblick in die Arbeitsweise des Open-Source-CMS. Bevor der Leser jedoch Typo3 für die professionelle Nutzung verwendet, muss er zuerst trainieren. Denn das Buch kann fehlende Praxis nicht ersetzen.
Verlag: Galileo Computing
Autor: Andreas Stöckl
ISBN: 3-89842-470-7
Preis: 34,90 €