Buchkritik
»XML: Extensible Markup Language von Anfang an« von Helmut Erlenkötter

XML steht für Extensible Markup Language und ist keine Programmiersprache, sondern eine sogenannte Beschreibungssprache. Denn XML-Dateien sind Container in denen Informationen gespeichert werden. Entwickelt wurde XML, um einen Ausweg aus dem Dschungel der vielen proprietären Datenformate zu finden. Mit dem XML-Datenformat lassen sich somit gespeicherte Informationen plattformübergreifend verarbeiten. Das bedeutet, dass ein Linux-System als auch ein Windows-System als auch ein Apple-System die gleiche Datei »verstehen« und lesen kann.
XML ähnelt in Struktur und im Aufbau einer HTML-Datei, da auch XML auf Tags basiert. Deswegen sind XML-Dateien reine Textdateien und beinhalten z.B. nicht die Daten eines Bildes oder Flashdatei, sondern verweisen lediglich auf diese. Im Gegensatz zu HTML beinhalten XML-Dateien keinerlei Information, wie die Datei aussehen soll. Obendrein müssen XML-Dateien einer klar definierten Syntax folgen, sonst können sie von den Programmen nicht verarbeitet werden.
In seinem Buch stellt Helmut Erlenkötter strukturiert die Beschreibungssprache vor. Dabei beschreibt das Buch keine Entwicklungsumgebung, sondern erklärt ausschließlich anhand von Beispielen die Sprache selbst. Hierbei können die Beispiele auch mit Hilfe eines gewöhnlichen Texteditors nachvollzogen werden. Sehr gut gelöst wurde unter anderem die Darstellung und Erklärung der Beispiele. Anhand von Zahlen am Rand der Beispiel-Dateien kann der Autor ähnlich wie bei Fußnoten immer wieder Bezug auf die vorgestellten Quelldateien nehmen.
Der Autor selbst schreibt in einem nüchternen unkomplizierten Stil, der alle Begriffe ausreichend erklärt und auch Neulinge keinesfalls mit computerspezifischen Begriffen überfordert. Neben hilfreichen Übungsbeispielen, die das Verständnis von XML vertiefen, eignet sich das Taschenbuch auch als Nachschlagewerk.
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Autor: Helmut Erlenkötter
ISBN: 3-499-61209-7
Preis: € 9,90