Die virulente Kraft der Email
Guerilla-Marketing

Internet-Workshop (Teil 2)

Email-Newsletter lassen sich hervorragend für Selbst-Promotion einsetzen. Selbst DJs ohne Homepage können wirkungsvoll mit Hilfe von Emails auf sich aufmerksam machen und Tanzwütige auf die nächste Party locken.

Direkter als mit Emails kann man niemanden im Internet ansprechen. Deswegen benutzen auch viele die Möglichkeit, um Fans, Freunde und Kollegen mit News zu versorgen. Denn nichts ist schneller und preiswerter für die Kommunikation als die elektronische Post. Die Email gehört zu den ersten und auch besten Errungenschaften die das Internet vor 10 Jahren mit sich brachte. Man sollte nur wissen wie man sie am effektivsten einsetzt.

Vor allem ist die Email eine wirkungsvolle Waffe, um auf sich aufmerksam zu machen und Interessierte up-to-date zuhalten. Selbst DJs ohne Homepage bekommen mit einem Email-Programm ein mächtiges Tool an die Hand. Damit jedoch die Email nicht als Spam wahrgenommen wird und ärgerlich im Nirwana des Desktop-Papierkorbs verschwindet, solltet ihr einige wichtige Dinge beachten.

Weapon Of Choice

Wie immer stellt sich da zuerst die Frage des Formats: reine Text- oder HTML-Email? Oder sogar Flash? Text-Emails kann jeder lesen, ob er nun einen Mac oder Windows-PC benutzt. Sie sind garantiert lesbar, sind schnell geschrieben und übertragen. Dahingegen haben HTML-Emails, wenn sie nicht vom Email-Programm des Empfängers geschreddert werden einige Vorteile. Man kann Bilder einfügen, Sätze verlinken und das ganze optisch stylen. Noch mehr Möglichkeiten bietet mal wieder Flash. Wird die Mail geöffnet, können sogar Sounds und Loops plus Interaktivität die Sinnesnerven berauschen, aber auch empfindlich nerven. Denn nichts ist für Computer-User unwillkommener als eine Überraschung.

Deswegen solltet ihr tunlichst vermeiden Eure Empfänger zu verschrecken. Außerdem hat heute jeder wenig Zeit und ärgert sich, wenn er mit sinnlosem Inhalt oder zu häufigen Emails zugemüllt wird. Weniger ist wie überall im Internet mehr. Auch ist es unfein alle Adressen preiszugeben. Dafür gibt es schließlich das BCC-Feld. Das ermöglicht Euch, dass Euer Verteiler gegen Adressen-Diebe geschützt bleibt und somit der Leser nicht erfährt, wer die News sonst noch bekommen hat. Falls das BCC-Feld nicht angezeigt werden sollte, dann schaut mal unter »Ansicht« nach und setzt ein Häkchen.

Stylewarz

http://www.partyspam.de

http://www.ascii-art.de

Das wichtigste einer Email ist die Betreff-Zeile. Sie muss neugierig machen und eventuell auch Aufschluss über den Inhalt geben. Obendrein ist natürlich auch die eigene Absender-Adresse wichtig. Wer schaut sich schon eine Nachricht an, dessen Absender »47783honey@gmx.de« heißt. Danach solltet Ihr Euch ausführlich Gedanken über den Inhalt machen und falls Ihr viel zu berichten habt sogar über ein Inhaltsverzeichnis nachdenken. Eine gute Strukturierung bekommt Ihr vor allem bei Textmails mit den Sonderzeichen »#+_-*:« hin, um euren Text zu unterteilen. Außerdem können Überschriften in GROßBUCHSTABEN und A_U_S_E_I_A_N_D_E_R geschrieben, die Email gut unterteilen. Obendrein könnt Ihr es ja auch einmal mit etwas ASCII-Art versuchen (mehr dazu siehe Link).

Wenn Ihr ein Faible für eine witzige Schreibe habt, dann denkt Euch amüsante und lustige Texte aus. Immerhin sollte die Email entertainen. Aber Vorsicht, nichts ist so peinlich wie ein gewollter Witz. Ein gutes Vorbild ist da der Kölner Party-Spam-Newsletter. Schaut Euch einfach mal die Einträge im Archiv an.

The Message

Wer sich für die Idee eines Newsletters begeistern kann, sollte sich beim Verfassen immer wieder fragen: »Würde mich das auch selbst als DJ oder Party Animal interessieren?« Menschen freuen sich immer über kostenlose Geschenke und Tipps, die sie gebrauchen können. Also versucht den Fans und Freunden etwas zu bieten, das auf Euch zurückfällt. Das können Playlists und Plattenempfehlungen, gute Link-Tipps zu Musikseiten oder auch kostenlose Mixe zum Download sein (Vorsicht Rechtsverletzung). Und wenn Ihr »die Leudde« begeistert, erscheinen sie sicherlich auch daraufhin zu Euren DJ Terminen.

First Contact

Woher bekommt Ihr jedoch neue Email-Adressen her? Sicherlich könnt Ihr Eure besten Freunde in den Verteiler aufnehmen, doch die wissen meist sowieso Bescheid. Deshalb fordert Sie direkt oder via Newsletter auf diesen weiterzuempfehlen. Wenn Ihr eine eigene Homepage besitzt, solltet Ihr gut sichtbar auf jeder Seite eine Möglichkeit bieten den Newsletter zu abonnieren. Oft sind auch Pop-Ups eine gute Möglichkeit, um neue Adressen zu sammeln. Vermeidet aber auf jeden Fall einfach wahllos Adressen zu sammeln und einfach die Besitzer anzumailen. Fragt lieber in einer kurzen Email höflich nach, ob der Adressat vielleicht Interesse hat und macht ihn auf die Vorteile aufmerksam. Falls Ihr selbst Parties organisiert, solltet Ihr auf jeden Fall auf dem Flyer auf den Newsletter hinweisen. Eine weitere gute Möglichkeit ist, die Clubber an der Abendkasse nach der Email zu fragen. Oft ist aller Anfang schwer und meist fängt es bei einem kleinen Verteiler an. Kommt der Stein aber ins Rollen, dann potenziert sich die Leserschar.

Ready, Steady, GO!

http://www.freeware.de

http://www.vollversion.de/downloads/746.html (Newslettermaker)

http://www.domeus.de

http://groups.yahoo.com

http://de.groups.yahoo.com/group/debug-dates

Je größer der Verteiler wird, desto aufwendiger gestaltet es sich mit einem einfach Email-Programm den Newsletter über die Glasfaserkabel zu jagen. Wer auf der Windows-Plattform arbeitet und Outlook und Word sein eigen nennt, der sollte sich mal mit der wirkungsvollen Serienbrief-Funktion von Word (Extras > Seriendruck) auseinandersetzen. Diese ermöglicht es auch personalisierte Serien-Emails zu verschicken. Personalisierte Emails wirken vor allem cool, weil Ihr in der Email den Leser direkt mit seinem/ihren Namen ansprechen könnt. Wer die beiden Programme nicht besitzt, sollte sich auf Seiten wie freeware.de nach geeigneten kostenlosen Programmen umschauen, die sich oft auch mit der eigenen Homepage verknüpfen lassen. Eines der bekanntesten kostenlosen Tools ist der Newslettermaker. Oder Ihr probiert den Service von Domeus oder Yahoogroups in Anspruch. Beide Services sind kostenlos und erleichtern das Publizieren Eures Newsletters. Domeus lässt sich sogar auf Eurer eigenen Seite unterbringen, schickt den Abonnenten automatisch eine Begrüßungsmail wenn er sich einschreibt und verwaltet selbstständig die Adressen. Der einzige Hacken an der Geschichte ist ein wenig Werbung am Ende der Mails.

Auch über Yahoogroups könnt ihr einen direkten Newsletterversand aufbauen. Dazu müsst Ihr Euch lediglich einen Account verschaffen und eine Newsgroup gründen. In dieser könnt Ihr mit anderen diskutieren, Erfahrungen austauschen oder sie einfach für den Newsletter-Versand einsetzen. Obendrein solltet Ihr Euch auf Yahoogroups einmal umschauen in den anderen öffentlichen Listen, denn es gibt jede Menge DJ-Groups. Dort könnt Ihr in der Regel auch selbst Beiträge schreiben und Kontakte knüpfen. Interessant ist für DJs und Clubber vor allem die Newsgroup debug-dates, denn hier könnt Ihr Eure Parties veröffentlichen oder Ausschau nach einer guten Feier halten.

Weitere hilfreiche Links:

http://www.markex.de

http://www.akademie.de

http://www.drweb.de/mehrbesucher/index-newsletter.shtml