Artikel
Rock Your Head With Content

Nirgendwo breitet sich der Pool an Nachrichten größer und kostenloser aus als im Internet. Nirgendwo bietet sich eine breitflächigere Anzahl aus internationalen News aus Politik, Technologie, Kultur, Grafik und Internet-Geschehen. Mit ein paar gerissenen Tools baut sich jeder seine eigene Zeitung anstatt mühselig das Internet abzusurfen. Moritz Sauer zeigt wie…

Die Technik

Ob Telepolis, Spiegel Online, Wired, Heise, die Netzeitung, Cnet, BBC, Slashdot und andere Content-Provider wie z.B. Weblogs, sie haben alle etwas gemeinsam: ein RSS-Feed. Das ist eine kleine Datei basierend auf der Datensprache XML, die man auch ganz simpel als Nachrichten-Ticker bezeichnen könnte. Denn bei jeder neuen Nachricht, die generiert wird, wird auch der News-Feed neu geschrieben.

RSS steht dabei für Rich Site Summary, einen Standard, der sich im Netz etabliert hat. In dieser kleinen Text-Datei stehen alle wichtigen Informationen. Im Idealfall sind das die Nachrichten-Überschriften, die Anreißer, manchmal auch die Links der dazugehörigen Bilder und natürlich der Link zur Nachricht selbst.

Da der Feed in XML formatiert wurde, funktioniert er auf jedem Betriebssystem von Linux bis Windows, da die Sprache systemübergreifend funktioniert. Man braucht dazu nur noch ein fähiges Programm, welches man mit den Links zu den News-Tickern füttert. Diese entdeckt man entweder direkt auf den jeweiligen Seiten, oftmals durch eine kleine orange Grafik mit dem Schriftzug XML gekennzeichnet, oder direkt auf syndic8.com. Dort wühlt man sich aus 22.551 Nachrichten-Quellen seine Lieblinge heraus.

Das Krabbeln im Nachrichten-Pool

Anschließend braucht man nur noch einen News-Aggregator, der einem diese Daten optisch sinnvoll präsentiert. Dazu eignet sich zum Beispiel der kostenlosen Service von newsisfree.com. Denn hier kann man sich online ohne Installation eines Programmes registrieren lassen und kreiert sich daraufhin seine eigene(n) Nachrichten-Seite(n). Beispiel gefällig? Loggt Euch mit »debug« und dem Passwort »newsticker« ein und schaut, wie es funktioniert.

Der Nachteil von newsisfree.com ist nur, dass die Nachrichten-Feeds nur jede Stunde upgedatet werden. Bei der Vielzahl der User, würde das System wohl auch in die Knie gehen, wenn alle individuellen Anfragen bearbeitet würden. Wer auf Echt-Zeit-Berichterstattung steht und die Hektik ankurbeln möchte, der braucht also ein Programm, dass auf seinen Befehl die News-Kanäle synchronisiert.

Dazu eignet sich hervorragend Newz-Crawler. Mit einigen vorabonnierten Seiten kann man sofort loslegen oder füttert das Programm mit den Links, die man z.B. auf sydic8.com gefunden hat. Praktischerweise hat Newz-Crawler auch eine Auto-Finde-Funktion. Läuft das Programm im Hintergrund und man surft auf einer Seite mit News-Feed, informiert es den User über ein Pop-Up und fragt, ob der Ticker übernommen werden soll. Bis auf einige Ausnahmen eignet sich Newz-Crawler vor allem für Modem-Besitzer, denn auf Wunsch saugt es direkt die ganzen Nachrichten der abonnierten Seite.

Für Freaks und Blogger hat das Programm auch noch einige weitere nette Features on board. Natürlich lassen sich mit Newz-Crawler auch hervorragend Weblogs lesen sofern diese ein RSS-Feed generieren. Zusätzlich lässt sich das eigene Weblog leicht mit News füttern, da das Programm einen gerne unterstützt. Oder man lässt sich eine persönliche Zeitung zusammenbauen oder schickt einem Freund eine Mail mit dem jeweiligen Lieblings-News-Link. Auch wenn das Windows-Programm manchmal noch ein wenig unstabil läuft, man will es irgendwann nicht mehr missen, da es sich optimal auf den eigenen Lesegenuss anpassen lässt.

Servicepoint