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Bau Dir Dein Eigenes Portal

Wer ein eigenes Weblog führen möchte, findet im Netz zahlreiche Tools, die frei verfügbar unter der GNU Licence veröffentlicht werden. Mit Scratchlog und PhpNuke erhält der Mitteilungsfreudige zwei mächtige Werkzeuge.

Wie Nico Haupt es schon in der letzten De:Bug geschrieben hat, sind seit einiger Zeit Weblogs, oder kurz Blogs, dass Ding in den USA und nicht nur dort. Weblogs lassen sich einfach pflegen und lassen sich schnörkellos auf der eigenen Homepage einsetzen. Vom Stadtneurotiker im Mitteilungswahn bis hin zum organisierenden Bootleg-Spezialisten à la boomselection, der die neuesten MP3’s verspricht, benutzen Sie alle die kleinen Netzjournale, um ihren Beitrag zum stetigen Netz-Wachstum beizusteuern.

Um sich so ein Weblog anzuschaffen greift der Mitteilungswillige entweder auf Angebote von Anbietern wie z.B. blogger.com zurück oder durchkämmt als Control-Freak den unendlich großen PHP-Dschungel nach einem feinen korrekten Script. Ist man zweiteres stößt man vielleicht auf das scratchlog des 18-jährigen Amerikaners Cole Schulist. Seine Scripte lassen sich easy auf einem Webserver mit PHP und MySql-Datenbank installieren.

Zu Probezwecken probiert man es vielleicht erst einmal bei tripod. Die reservieren einem 50 MB samt PHP und Datenbank. Installiert man dann das aufgeräumte Script nach dem erfolgreichen Download, rollen einem förmlich die Tränen über die Wangen, ist doch das bisschen Code so klein und erinnert an vergangene Volkscomputertage des C64er Zeitalters. Nach der Installation erklärt sich die Administration von selbst und nichts steht dem eigenen Weblog mehr im Wege.

Wer jedoch noch ein wenig größenwahnsinniger und selbstverliebter ist, der belässt es nicht beim simplen Blog, sondern saugt sich gleich das kostenlose Redaktionssystem PhpNuke von Francisco Burzi. Mittlerweile angekommen bei Version 5.4 verfügt man nach der Installation über einige mächtige Werkzeuge in Modulform, um als eigener Web-Redakteur das WWW zu fluten. Ob simple Texte, Foren, Befragungen oder simple Downloads, die Module kann man alle über das Redaktionssystem administrieren und verwalten. Im Netz fußen inzwischen mehr als 5000 Seiten auf dem großartigen Tool. Viele beschäftigen sich mit dessen Weiterentwicklung, andere jedoch benutzen es für den täglichen Newseinsatz oder um ein kleines Portal zu einem speziellen Thema aufzuziehen. Ein weiterer fetter Pluspunkt von PhpNuke ist die Administrierbarkeit weiterer Benutzer. Der selbsternannte Redakteur kann hier sein angeworbenes Schreibervolk verwalten und seinen Textern unterschiedliche Rechte an die Hand geben, selbst das bereits Geschriebene auf das Portal online zu setzen.

Wer über solide HTML-Kenntnisse verfügt und grafisch was drauf hat, kann seinem PhpNuke auch seinen eigenen Stempel aufdrücken. Fehlen diese Kenntnisse macht das auch nichts, denn wühlt man auf PhpNuke.org durch die Verzeichnisse, so findet man neben den vorgeschlagenen Skins (hier: Themes) jede Menge Angebote zu weiteren Themes und Modulen. Das Ganze funktioniert dann eigentlich genauso wie mit dem MP3-Player Winamp. Wer über ausreichend Neugier und ein Wille zum Tüfteln verfügt, kann also hier großes bewirken.

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