Indiegames: Drei ausgefallene Computerspiele zum Download

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Strategie & Jump’n’Run · Wie es für Musik eine Szene mit freier Musik gibt, so entdeckt man zwischen all dem Social Media-Gedöns auch eine liebevoll gehegte Indiegames-Szene. Und da findet man wirklich ein paar exzellente und interessante Computerspiele zum kostenlosen Download. Drei wundervolle aus dem Standardraster fallende Exemplare haben wir für euch ausgesucht.

Jumpman: Dreh mal die Schwerkraft um 45°!

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Den Anfang macht das Spiel “Jumpman”. Grundsätzlich ist Jumpman eine Art Remake von einem Spiel aus der 8-bit-Ära – also von diesen primitiven Spielen, wie es sie auf dem Atari2600 gegeben hat. Dementsprechend einfach präsentiert sich die pixelige, aber charmante Grafik.

Was hat der Spieler zu tun? Im Grunde muss man in jedem Level nur den kleinen Pixelmann laufend und springend in ein eigens aufgestelltes Zielfeld bugsieren. Einige kleine visuelle und Gameplay-Innovationen, machen die Besonderheit von Jampman aus. Öhm, man könnte das Spiel durchaus auch als experimentell einstufen.

Jedes Level besteht nur aus einem einzigen Bildschirm, jedoch sieht man im Hintergrund jeweils schon den nächsten Level, den man zu absolvieren hat. Und dort schon wieder den Übernächsten usw. Ein durchaus motivierender Faktor. Das Spielfeld wird zu einem Kaleidoskop, ganz so ähnlich, als wenn man mit einer Videokamera das eigene Bild vom Fernseher abfilmt. Einfache Idee, aber sehr effektiv.

Neben diesem visuellen Effekt gibt es noch eine zweite Neuerung. Diese betrifft das Gameplay. In höheren Levels kann man per Tastendruck die gesamte Szenerie um jeweils 45 Grad drehen – und so auch die Schwerkraftverhältnisse ändern. Das wäre sehr langweilig, hätte das nicht auch Auswirkungen auf des Geschehen. Man kann mit diesem Trick wahlweise Gegner austricksen oder besonders hohe Plateaux mit diesem Trick erreichen. Diese hättet Ihr durch Springen selbst nicht erreicht.

Zum guten Schluss spendierte der Programmierer seinem Jumpman auch noch eine kleine Communityfunktion in Form eines Leveleditors vorgesehen. Selbstgestricke Levels sammelt er auf dieser Webseite: http://msm.grumpybumpers.com/?p=36.

Als Sahnehäubchen: Erfreulicherweise gibt es Jumpman auch für Mac und Linux. Am besten gleich runterladen unter www.runhello.com. Oder einen Blick auf das Gameplay (Video) werfen.

Corpse Craft – Jede Menge Arbeit für CSI

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Ein nicht minder galantes Spiel ist “Corpse Craft”, welches man leider – oder zum Glück – wie auch immer nur im Browser spielt. Trotzdem ist es ein unterhaltsames Spiel mit sehr schön gestalteten und sehenswerten Illustrationen. Ähnlich wie bei “Jumpman” bekommt man bei Corpse Craft etwas mehr, als lediglich eine Kopie althergebrachter Spielprinzipien. Grundsätzlich handelt es sich um ein Strategiespiel, bei welchem es gilt, einen oder mehrere Gegner zu besiegen.

In der Schwärze der Nacht befiehlt man eine Armee von Zombies und schickt sie in den Kampf mit der Armee des Gegners. Es gibt unterschiedliche Monster, die jeweils über besonders offensive, defensive oder raffinierte Qualitäten verfügen. Bevor man seine Zombies “generiert”, muss man sich allerdings zunächst entsprechende Zaubersäfte “erpuzzeln”. Denn das ist die eigentliche Haupttätigkeit des Spiels.

Durch geschickte und clevere Klickkombinationen im unteren, abstrakten Spielfeld sollte man möglichst viele Punkte ergattern. Mehr Punkte sind gleichbedeutend mit der Fähigkeit, noch mehr Monster zu kreieren, die man in dem Kampf ziehen lässt. Wichtig in der Hektik des Kampfes ist ein Gespür für die Zeit: Denn wenn die Nacht vorüber geht und der Tag anbricht, gehen alle Monster auf dem Spielfeld zugrunde.

Website: www.kongregate.com/games/tconkling/corpse-craft

The Space Game – Eine kleine Space-Opera

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Ebenfalls im Browser spielt man “The Space Game”. In dieser süchtig machenden Weltraum-Simulation gilt es, in einem Asteroidenfeld eine Infrastruktur aufzubauen, um möglichst viele Rohstoffe zu schöpfen und sich gegen Piraten aus dem All zur Wehr zu setzen. Zentral ist dabei die Schaffung von Energielinien, die einzelnen Einheiten mit Strom versorgen. Das sieht auch grafisch reizvoll aus und erinnert an astrologische Zeichen.

Sowohl Infrastruktureinheiten, wie auch Verteidigungsanlagen lassen sich upgraden und dadurch verstärken. Mehrere unterschiedliche Missionen lockern das Gameplay deutlich auf und mal stehtdie Ernte der Rohstoffe im Mittelpunkt, mal die Verteidigung gegen schwere Wellen von besonders fiesen Gegnern. Mit der Zeit entwickelt man einen regelrechten Instinkt für die Effektivität einzelner Strukturen, so dass der Kampf gegen die Piraten zügiger und die Qualität der eigenen Raumstation robuster wird. Und dadurch steigt natürlich der Spielspaß.

Website: www.kongregate.com/games/CasualCollective/the-space-game

Ein wenig erinnert “The Space Game” an einen Klassiker der Browsergames: Desktop-Tower-Defense, welches übrigens auch immer gut für einen kleinen “Zock” zwischendurch ist.