“Die Hyperion-Gesänge” von Dan Simmons

Science Fiction Buchkritik

“Die Hyperion-Gesänge” von Dan Simmons

Die Hyperion-Gesänge” breiten vor dem Leser eine 1400-seitige Spaceopera aus, die uns in eine Welt mehrere hundert Jahre in der Zukunft der Menschheit entführt. Wie es sich für eine Spaceopera gehört, gibt es einen riesigen Konflikt. Und um den Leser in die schillernde, komplexe und fast ausufernde Welt rund um den Planeten Hyperion zu entführen, bedient sich Dan Simmons eines Kniffes. Anstelle die Welt linear aufzubauen, erzählen in Kurzgeschichten die Hauptprotagonisten ihre eigene Lebensgeschichte.

Diese Lebensläufe hängen irgendwie mit den derzeitigen Schwierigkeiten und Konflikten zusammen. Während man anfangs fast von der epischen Breite der Geschichte erschlagen wird, fügen sich mit Verlauf des ersten Buches die Puzzleteile langsam zusammen. Eingeführt in das Universum rund um den Planeten Hyperion, widmet sich der zweite Teil dann ausführlich dem Konflikt.

Ich liebe Science Fiction und die Entführung in eine mögliche Zukunft, obwohl ich manchmal das Gefühl habe, wir leben bereits in der Zukunft. Eigentlich ist kein Sci-Fi-Film vor meinen Augen sicher, komischerweise habe ich mir dahingegen bis jetzt erst wenig Literatur zum Thema vorgeknöpft. “Die Hyperion-Gesänge” von Dan Simmons ist eine erste Ausnahme, die mich aber neugierig und süchtig gemacht hat auf mehr.

Denn Dan Simmons epische und aktionsreiche Vision einer High-Tech-Zukunft entsteht im Kopf mit ziemlicher Bildgewalt. Zwar erschlagen und ermüden einen hin- und wieder die bunten und detailreichen Visionen des SciFi-Autors, dahingegen überrollt einen eine Zukunftsvision mit plausiblen Verstrickungen, neuen Techniken und einer menschlichen Kulturen, die die Frage beantwortet: Was und wie entwickelt sich die Menschheit in den nächsten Jahrhunderten und befreit sie sich aus den eigenen Krallen und Irrtümern?

Insgesamt eine unterhaltsame und spannende Version der Zukunft, die sich insbesondere an Leser richtet, die gerne für längere Zeit – sprich 1400 Seiten – in eine Welt abtauchen.

Die Geschichte “Die Hyperion-Gesänge” lest Ihr am besten in der Wikipedia nach. Denn in dieser kurzen Buchkritik geht es mir eher um eine Empfehlung und die Vermittlung einer kurzen Einschätzung.

Infos zum Buch Hyperion-Gesänge und Dan Simmons