Almost Human: Unterhaltsame Science Fiction-Serie

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Blick in eine dystopische Zukunft // Almost Human mischt Ideen aus vorherigen SciFi-Filmen wie Robocop, Blade Runner, Total Recall, Minority Report und Demolition Man zusammen. Herauskommt eine Art CSI der Zukunft mit Polizei-Robotern, jeder Menge monströser Touchscreens und ein paar spannenden Ideen.

Dank des großen Produktionbudgets wirken Kulissen, Effekte und die gesamte Ausstattung edel. Eigentlich kein Wunder steckt doch J.J. Abrahams dahinter, der schon zahlreiche SciFi-Filme wie »Star Trek Into Darkness« oder »Cloverfield« gedreht und produziert hat.

Als Science Fiction-Fan freue ich mich über jede hochwertige SciFi-Produktion. Im Kern ist mir die Geschichte von Filmen und Serien am Wichtigsten. Trotzdem schaue ich mir aber auch gerne Filme wie »Oblivion«, »Judge Dredd (3D)« oder »Riddick« an und genieße entworfene Szenarien, Kulissen, futuristische Objekte und Architektur. Oft stricken die Regisseure leider allzu dünne Filmscripte während die Designer großartiges leisten.

Storyline von Almost Human

Anstelle den groben Rahmen für die Geschichte zu liefern, schaut Ihr Euch besser das Video an oder informiert Euch bei Wikipedia, IMDB oder Fox. Was ich an der Serie kritisiere bzw. gut finde, folgt im nächsten Abschnitt.

Was mir bei »Almost Human« fehlt

Bei Almost Human erledigen die Designer in meinen Augen gute Arbeit. Die Serie kommt keineswegs billig produziert herüber und die Kulissen wimmeln voller Details oder wirken zumindest so. Auch wenn die Geschichten der verschiedenen Folgen abwechslungsreich gestrickt wurden, wünsche ich mir dann doch öfters mehr Tiefgang.

Auch wenn die Thematik Robotik, künstliche Intelligenz und Gesellschaft immer wieder thematisiert wird, so kratzt »Almost Human« nur ein wenig an der Oberfläche. Hätte die Serie noch ein wenig mehr Tiefgang, wie z.B. »The Wire«, wäre sie ein superber Hit.

Sicherlich liegt das Problem an einem anvisierten Publikum: Eine hochwertige und teure Produktion muss sich rentieren. Zuviel Roboterphilosophie à la Isaac Assimov verstört da evtl. ein nicht ganz so neugieriges Publikum.

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Dramatisch weniger thematisiert »Almost Human« die gesellschaftlichen Strukturen der SciFi-Welt, in welcher alles spielt. Wie die Gesellschaft funktioniert, strukturiert ist, erläutert kurz der Eingangstrailer jeder Folge, dabei bleibt es aber auch. Fragen wie, »Wie leben die Menschen mit den Robotern zusammen?« oder »Was hat sich gesellschaftlich verändert?« bleiben auf der Strecke.

Wenn Technologie ins Spiel kommt, dann ist es immer wieder die Technologie der Kriminellen. In diesem Zusammenhang bietet »Almost Human« in jeder Folge unterhaltsame und interessante Ideen und setzt sich dadurch gekonnt von CSI-Folgen der Gegenwart ab.

Das »Almost Human«-Sounddesign

Musikeffekte und Musikuntermalung von »Almost Human« hört sich gut an. Geboten wird ein futuristisches Sounddesign mit zahlreichen IDM- und Ambient-Einflüssen, knirschenden Beats und Sounds mit ordentlich Subbass. Das edle Sounddesign macht Stimmung und untermalt gekonnt die Bilder. Insgesamt eine gelungene Serie, die ich nur empfehlen kann.

Insgesamt trotzdem Daumen rauf und ordentliche ✶✶✶✶ von ✶✶✶✶✶